nach Thermikende
Die eine Sache ist: Im Computerspiel sich durch eine schwerstmehrfach dystopische Welt nach einem Atomkrieg zu schlagen und menschenfleischfressende Ghulys, ebensolche Supermutantys sowie durchgeknallte KI-Roboter und allerhand menschliche Banditys inhaltlich zu stellen. Oder: Bei einem fantastischen Tabeltop-Rollenspiel in einer Welt voller magisch-heroischer Phantasie Monster aller Art und Farbe, (wirklich!) böse Zauberys und Göttys und ihre zahllosen plumpen, dumpfen Schergys in tiefunterirdischen Höhlensystemen zu meucheln, ohne selbst gemeuchelt zu werden. Angenehm gruselig.
Die andere Sache ist: Reale abendliche Krabbel- und Kratzgeräusche auf Deinem leeren, unbenutzten Dachboden! Unangenehm gruselig.
Beim ersten Mal, vor einem Monat, hörte ich auf dem Dachboden kleine Krallen laufen und kratzen, doch es schien eine einmalige Sache zu sein, denn dann war erstmal Ruhe. Bis letzte Woche. Da klang es, als wolle sich etwas durch die Decke nagen. Von-unten-gegen -die-Decke-klopfen half für ein paar Tage ... bis gestern Abend.
Die Überwindung, heute Morgen endlich eine Expedition auf den Dachboden zu unternehmen, war besonders groß, da ich dergleichen seit anderthalb bis zwei Jahren nicht mehr unternommen hatte. So konnte ich also mit Fug und Recht allerhand Szenarien erdenken, was Mäuse, Spinnen, große Spinnen, riesige Spinnen, Wespen, Killer-Wespen, vielleicht auch Ratten, Waschbären, Beutelmader, Werwölfe, Zombies in der Zwischenzeit für ein Schreckensregime dort errichtet hätten. ¹
Die Tatsache, dass ich diesen Text verfassen kann, tötet natürlich die Pointe. Der Dachboden war picobello sauber, da war NICHTS, nicht mal nennenswerte Spinnweben. Klar, wird da irgendeine Maus rumlaufen, unvermeidlich bei der Größe und dem Alter des Hauses. Aber die Maus wird da kein Futter finden, außer, seit heute, ein Stück Billig-Wurst in der Lebendfalle. Und wenn Mäuse kein Futter finden, dann verkrümeln sie sich ohnehin.
Es geht mir auch gar nicht um die Mäuse oder die Pointe. Ich könnte mich nur wieder mal restlos über mich selbst beömmeln, wie ich a.) die fällige Dachboden-Exkursion immer weiter vor mir hergeschoben habe und wie b.) meine Phantasie dadurch immer mehr Gelegenheit hatte - und diese weidlich nutzte - Alpträume von Spinnweben, zerfressenen Dachträgern, explodierenden Nager-Populationen usw. zu entwickeln.
Wann setze ich endlich konsequent um, was ich schon tausendmal gelernt habe: Klare Kante, beherzter Zugriff, das macht mich froh. Prokrastination, Bequemlichkeit, Ausweichen, das führt mich nur ins Unwohlsein²
¹ Okokok, ich gebe zu, dass ich alles nach "große Spinnen" nicht wirklich befürchtete. Aber "Mäuse und Spinnen" klang einfach zu mickrig, um meinen Ängste zu veranschaulichen. Die AfD lebt ausschließlich davon, fiktive Ängste überhaupt erst zu produzieren, und wenn jemand darauf hinweist, dass das doch alles Schwachsinn ist, dann kontern sie, man nehme die Ängste der Bevölkerung nicht ernst.
² Ich möchte an dieser Stelle den Begriff "Depression" vermeiden. Ich hatte wegen des Dachbodens keine Depressionen. Es fühlte sich nur scheiße an. Gleichwohl bin ich aber sicher, dass meine Fähigkeit zur Prokrastination mir reichlich "Niederdrückungen" beschert hat.
In unserer turbokapitalistischen¹ und rüstungsgeilen² Welt ist für Pflege und Betreuung im Alter kein Geld da. Das nehmen wir mal so hin. Richtig ist auf jeden Fall, dass wir überaltern und dass es für die nachkommenden Generationen unzumutbar ist, was da demographisch auf sie zukommt.
Richtig ist auch: Ich habe noch eine statistische Restlaufzeit von knapp 18 Jahren und aufgrund sehr persönlicher Erfahrungen mit betroffenen Familienangehörigen überhaupt keinen Bock, in den immer kaputtgesparteren Bedingungen von Pflege-, Alten- und Sterbeheimen meiner vielleicht eintretenden Dementia senilis und dem unausweichlichen körperlichen Verfall entgegenzuleiden.
Mein größter Horror, und damit meine ich eine psychopathologisch signifikante Angst, ist, meiner Verwandtschaft und/oder später menschlichen Pflegenden auf den Sack zu gehen. Ich möchte ihnen schlicht das Erleben ersparen, mich in immer erbarmungswürdigeren Stadien sehen und mir notlügend irgendeinen vermeintlich positiven Scheiß erzählen zu müssen.
Mein zweitgrößter Horror betrifft die Phasen, in denen meine Ratio kurz über die Demenz obsiegt und mir die ganze Misere bewusst wird, ich aber nichts mehr steuern und veranlassen kann. Lebend in der Ruine meines Körpers und Geistes begraben - wie schrecklich!
Die Lösung zu allseitigem Wohlbefinden ist doch ganz einfach: Jeder Mensch erhält zum 60. Geburtstag eine Edelstahlhalskette mit einem Anhänger, in dem sich eine kleine Pille mit friedlich-finaler Wirkung befindet. Und der Rest ist Eigenverantwortung, individuelle Entscheidung.
Mögliche Gegenrede: Wenn Jedy sterben könnte, wann und wo es ihr/ihm passt, liegen ja überall Leichen rum, gerade an schönen Orten, wohin man sich ja wohl zum selbstbestimmten Ableben zurückziehen dürfte. Nicht gut für's Stadtbild, nicht gut für's Biotop - und überhaupt, was sollen die Kinder denken undsoweiter.
Vorschlag: Ein RFID-Chip in dem Ketteanhänger. Mit Freischaltung, wenn der Anhänger zur Entnahme der Pille geöffnet wird. Dann wüssten entsprechende Institutionen, dass dort was abgeholt werden müsste. Da könnte man auch privatwirtschaftliche Unternehmen mit Konzessionen für bestimmte Regionen beauftragen. Das könnte auch kostendeckend und sogar profitabel gestaltet werden.
Vielleicht kommen findige Marketing-Fuzzys auch auf die Idee, besonders attraktive Suicide-locations zu schaffen und zu bewerben. Aber das wäre natürlich nur wieder was für die Reichen.
¹ Der Unterschied zwischen "Kapitalismus" und "Turbokapitalismus" ist, dass es in letzterem nicht mehr ausreicht, dass die Reichen immer reicher werden, sondern dass es als zwingend notwendig angesehen wird, dass sie immer schneller immer reicher werden.
² "Rüstungsgeil" meint, dass es sehr hochgradig im Profit-Interesse der Konzerne liegt, dass besinnungslos Rüstungsgüter produziert und für Mondpreise vertickt werden. Damit das Volk, die 99 %, darob nicht murren, muss man sie allerdings kriegsgeil machen, Politsprech: "kriegsbereit". Um die stumpfe Masse kriegsgeil zu machen, muss man Angst schüren. Anders kann man nicht erklären, dass Russland mit einem Militäretat von 190 Milliarden USD wie anno dunnemals zur Bedrohung hochgehypt wird, und zwar von einem Bündnis, das zusammen 1.500 Milliarden USD für Waffen ausgibt - und dass niemand ein logisches Problem darin erkennt!
Gestern habe ich (wieder einmal) gelernt, was Low-'n-slow-Fliegerei nicht ist: Strecke kloppen. Zwar ist es zuweilen richtig und wichtig, sich Ziele zu setzen und diese auch gegen Widerstände zu verfolgen, aber zuanderweilen ist das freie, unverkrampfte, nieder-energetische Geschehenlassen die angesagtere Option.
Ich hatte mir die Strecke Barßel - Harriersand bzw. die andere Weserseite in den Kopp gesetzt, und es hat auch geklappt, und es war eigentlich auch ganz schön, wenngleich streckenweise etwas diesig. ↓
↓ Blick nach Norden: Herbstliche Unterweser, Bremerhaven und Nordsee am Horizont.



↑ Ich weiß nicht, was mir besser gefällt: In der Mitte offen und die Wolken am Rand ...
oder ...
↓ in der Mitte Wolken und offen am Rand.
Mehr Schlag in die Fresse geht gar nicht: Trump verspricht jedem Ami und jeder Ami'in 5.000 USD, falls die Reps bei den Midterms ihre Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus behalten.
Eleganter, kürzer und brutaler kann man sein eigenes Volk, insbesondere die eigene Wählerschaft, und sich selbst gar nicht beleidigen und herabsetzen ¹.
Im Einzelnen sind in dieser Ankündigung folgende Aussagen enthalten:
Das ist so krass. Das beweist (!), dass Jede/r, die/der die Republikaner wählt, ein erbärmliches, dummes, geldgeiles Arschloch ist.
Ich wiederhole: Kürzer und knapper lässt sich dieser Beweis nicht führen.
Danke, Trump!
¹ Naja, Putin und Erdogan waren und sind auch nicht schlecht, wenn sie ihren Völkern attestieren, sie, die Volker, seien geistig noch nicht reif für die Demokratie. Eigentlich ticken alle Autokratien so. Und die Sachsen-Anhaltinerys haben ja auch ganz klar und deutlich mitteilen wollen, dass sie zu faul, zu dumm und zu unselbständig für Demokratie sind.
Wenn's passt ...!
↑ Seit vorgestern und gestern endlich wieder Luft unterm Flügel! Leer, Ems, ganz hinten der Dollart ...
Gestern lernte ich: Meine treues, kleines Pixel-Drachentrike ist zwar ein Sensibelchen, wenn es um starke Thermik und böigen Wind geht, kann aber ziemlich souverän mit gleichmäßigem Wind umgehen.
Sorgt Euch nicht: Demokratie, die Herrschaft des Volkes, ist an der Arbeit!
1. Strophe: Der Denkfehler im Grundgesetz
Ist das Volk zu habgierig, wählt es jene, die am meisten Geld versprechen.
Ist das Volk zu bequem, wählt es jene, die versprechen, es bleibe alles wie's vor 30 Jahren war.
Ist das Volk zu dumm, wählt es jene, die ihm am meisten Honig ums Maul schmieren.
2. Strophe: Das Versagen etablierter Parteien
So kommen jene an die Macht, die die Macht um ihrer selbst willen wollen.
So kommen jene an die Macht, die am skrupellosesten lügen.
So kommen jene an die Macht, denen dieses habgierige, bequeme und dumme Volk eigentlich scheissegal ist.
3. Strophe: Endlich konsequent
Und dann sagt das Volk: Da wir habgierig, bequem und dumm sind, wählen wir immer nur machtgeile, skrupellose Lügner, denen wir eigentlich scheissegal sind.
Und dann sagt das Volk: So kann das nicht weitergehen! Es wird Zeit, dass hier mal jemand gehörig aufräumt und, wenn nötig, über Leichen geht! Wir wollen nicht mehr wählen dürfen müssen. Ums Verrecken nicht.
Und dann verreckte das Volk. Und niemand heulte ihm eine Träne nach.
Bescheidenheit = Dummheit, Schwäche
Bildung & Wissenschaft = Lügen für Schlafschafe
Ehrlichkeit = Dummheit
Empathie = Wokes Weichei, Dummheit, Schwäche
Ethik = Ausrede für Versager¹, Verlierer, Feiglinge und Spaßbremsen
Fleiß = Da geht noch mehr!
Kompromißbereitschaft = Schwäche, Kapitulation
Leistung = Da geht noch viel mehr!
Loyalität = Einbahnstraße zur Profitmaximierung Einzelner
Rücksichtnahme = Dummheit, Schwäche
Solidarität = Dummheit
Transparenz = Lüh-gän-präss-ssä
Verhandlungsbereitschaft = Schwäche
Vernunft = Lügen-Ausrede für Versager, Verlierer, Feiglinge, Spaßbremsen, Schlafschafe, Grüne, Linke, Woke, FDGO-Fuzzys
Verständnis = Dummheit, Schwäche
Wahrheit = Lüge
¹ In diesem Text gendere ich ausnahmsweise mal nicht. Wegen Kürze-Würze und so.
Die Leute, die unsere Verfassung gemacht haben, sind ganz selbstverständlich von folgenden Prämissen ausgegangen:
Ich muss mir diese Punkte immer wieder bewusst machen, denn es ist in letzter Zeit so verdammt schwer geworden, als selbsternannter FDGO-Ultra unsere Verfassung gegen ihre Gegner zu verteidigen. Das liegt natürlich auch daran, dass die Idee gerade so extrem beschissen verwaltet wird. Manchmal habe ich das Gefühl zu einer oppositionellen Minderheit zu gehören, aber das ist natürlich Quatsch. Ich fänd's nur schön, wenn andere Menschen auch mal laut & deutlich gegen die Arschlöchys aufträten, die gegen unsere gute, alte Verfassung agieren.
Und damit meine ich nicht nur AfD, sondern auch auch Politikys, die vergessen, dass sie nur unsere Dienstleister, keineswegs Herrscher oder CEOs der BRD / eines Bundeslandes / einer Kommune sind. Und ich meine jene Ministerys, denen die Verfassungsgemäßheit ihres Handelns völlig wumpe zu sein scheint. Und ich meine Super-Reiche, die einzig ihre Gier zum privi-leg, zum Privat-Gesetz erheben.
Bemerkenswert, wie die portugiesische Tourismus-Industrie herumeiert: Man greint über ausbleibendes Wachstum, als wäre ein jährliches Plus von 3 % praktisch null. Deshalb investiert man in noch mehr Bettenburgen. Gleichzeitig freut man sich über weniger Touristys - ein Widerspruch innerhalb des Artikels, aber wir kennen ja das Stichwort "Overtourism" - und sieht die Zukunft nur noch im hochpreisigen Segment, jenseits des für die Massen erschwinglichen.
Ich habe hier schon häufiger jenen Gastronomen zitiert, der mir versicherte, ihm seien 20 reiche Gäste lieber als 200 arme.
Ich verstehe die Logik, und in der Konsequenz ist es auch völlig richtig, dass Jeff Bezos halb Venedig mieten kann, um dort eine private Feier zu veranstalten und dass der Trump-Clan us-präsidiale Macht missbraucht, um weltweit Luxusressorts zu erwerben, während bei uns die Kaufkraft der Rest-Mittelschicht in Kosten für Sprit, Gas, Sozialkürzungen und Umverteilung von unten nach oben rückstandslos verdampft wird und immer weniger Menschen sich Gedanken über lukrative Urlaubsziele machen müssen.
Die Behauptung, der Kapitalismus sei am Ende, ist völliger Quatsch. Das Gegenteil trifft zu: Der Kapitalismus kulminiert zusehends, bewegt sich störungsfrei auf seine höchste Vollendung zu. Die Feststellung "Die Reichen werden immer reicher, die Nicht-Reichen immer ärmer!" war nie so wahr, wie heute. Wir sehen einen Prozess, genauer: einen Aufschaukelungs-Kreis, eine positive Rückkopplung. Denn je reicher die Reichen werden, desto mehr Macht erhalten sie, das System zu stabilisieren, das sie immer schneller immer reicher werden lässt.
Dieser Prozess hat kein konkretes Ziel, es gibt keine mathematisierbare Bedingung unter der wir konstatieren können, nun habe der Kapitalismus seinen Endsieg errungen.
Aber: Spätestens, wenn einem Menschen ALLES gehört, und die restlichen 10 Milliarden Menschen besitzen NICHTS, dann ist ein Endpunkt erreicht, und wir dürfen schon mal gespannt sein, was danach kommt.¹
¹ Ja, natürlich könnte man das weiterspinnen, der final-superreiche Oberarsch will das Universum kaufen usw., aber wir sollten unsere Überlegungen auf Homo sapiens und den Planeten Erde beschränken. Schon damit sind wir ja intellektuell völlig überfordert.
Lese die Forderung, angesichts der brutal deutlichen Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels solle der Kanzler-Darsteller seinen Urlaub abbrechen. Was für'n Quatsch, denn
Genau so quatschig ist die Schuldfrage:
Das Fiese an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, dass die vollumfängliche Verantwortung¹ bei den Staatsbürgerys liegt.
Das Gute an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, dass die vollumfängliche Verantwortung¹ bei den Staatsbürgerys liegt.
Wenn man der FDGO einen Vorwurf machen kann, dann ist das: Die Erschafferys gingen davon aus, dass die mündigen Staatsbürgerys kluge, kritische, verantwortungsbewusste, allgemeingebildete, selbstlose, empathische, solidarische Menschys seien.
Für dumme, egoistische, kleingeistige, konsumkorrumpierte Arschlöcher gibt es keine Freiheit, keine Demokratie, keine Verfassung, keine Rechtsstaatlichkeit. Sie wollen nicht denken, nicht entscheiden, keine Verantwortung. Das strengt sie zu sehr an. Darum wählen sie lieber Ober-Arschlöcher, die immer und überall bereitstehen.
¹ Man könnte auch sagen: Die Fähigkeit zur Schuld. Etwas, das nur Menschen haben und etwas, das Mensch und den Rest der Welt unterscheidet.
Ich bin ja total begeistert:
Der Einsatz von KI bei der Textproduktion wurde allenthalben als problematisch erkannt, und schon gibt es fundierte Lösungen, die als der aktuelle heiße Scheiß gefeiert werden: Pangram, Grammarly u.v.a.m. sind KIen, die kostenlos Texte analysieren und anschließend deren vermutliche anteilige KI-Herkunft als Prozentangabe ausspucken ... und dann einen kostenpflichtigen Service anbieten, besagte Texte zu KI-humanizen, so dass niemand, auch das Analyse-Tool selbst, mehr merkt, dass es sich um KI-generierte Texte handelt.
Brilliant: KI hilft uns, Probleme zu lösen, die wir ohne KI nicht hätten, und das Geschäftsmodell der "KI-Humanizer" schöpft Profit aus dem Widerspruch, dass wir KI irgendwie voll doof finden und deshalb bereit sind, viel Geld für KI-Dienstleistungen zu bezahlen, die vertuschen, dass wir in erheblichem Umfang KI benutzen.
Ich finde dieses Geschäftsmodell deshalb brilliant, weil es menschliche Dummheit und Verlogenheit zur Quelle des Profits macht. Fundamentalistische Religionen (d.h.: alle Religionen) schöpfen ihre Macht aus ähnlichen Quellen, z.B. mit ihrem teuflischen Sex-Tabu: Alle machen's, alle leugnen's, alle zahlen irgendeinen Preis in Form von Ablass, Unterwürfigkeit, wasauchimmer. Niemand denkt über Verhaltensalternativen nach.
Das System ist selbst-stabilisierend. Und was je individuell bei KIen und Sex funktioniert, funktioniert auch beim globalen Klima:
Wir wissen, dass wir spätestens vor 30 Jahren hätten radikal umsteuern müssen, aber selbst heute, da uns - wie prognostiziert - das Klima um die Ohren fliegt, wird öffentlich verdammt und gevierteilt, wer Verhaltensänderung, De-growth, Suffizienz vorschlägt. Stattdessen werden als Antwort auf die Dürre künftig Flussbetten gesprengt und vertieft, was ja bekanntlich schon bei der Elbe so völlig daneben ging und im Sinne der Wasserhaltekapazität von Landschaften diametral kontraproduktiv ist.
Würden die unfassbaren Summen, die jetzt in die sogenannten "Klimaanpassungsmaßnahmen" (was für ein teuflisch-dummes Wort!) gesteckt werden, in einen vernunftbasierten Umbau der Gesellschaft investiert, wär's schlauer. Aber wir belügen uns lieber und zahlen einen irrsinnigen Preis, als dass wir unser Verhalten kritisch reflektieren und also ändern.In "Faust I" wettet der Teufel auf die Dummheit und Verlogenheit der Menschen. Goethe rettet die Geschichte am Ende von "Faust II" mit einem deus ex machina. Bei uns wird das anders enden: Die Super-Reichen werden sich von den Folgen des Klimawandels noch eine Zeit lang (!) freikaufen können. Mittelstand und Arme schmoren dann schon längst in der Hölle und maulen über die unerträgliche Hitze.
Eine Ikone unserer Idiotie:
Weil wir mit unserem selbstmörderisch-opulenten Lebensstil die Klimaerwärmung so befeuern, dass aufgrund der Extremwetterlagen Dürren entstehen und Flüsse austrocknen, sprengen wir neue Flussbetten, damit Atomkraftwerke gekühlt werden können, deren Müll uns für Jahrhundertausende vor Entsorgungsprobleme stellen wird, die wir uns kaum ausmalen können. Ohne Atomkraftwerke scheint aber der Lebensstil, der Ursache für den ganzen Scheiß ist, nicht durchhaltbar.
Wir könnten natürlich auch mal drüber nachdenken, ob das mit unserem Lebensstil so eine tolle Idee ist, aber das tun wir nicht, weil Bequemlichkeit und Geldgier dagegen sprechen. Lieber sprengen wir die Donau aus der Bahn.
Ich würde so gerne die Hoffnung haben, wir könnten dazulernen, aber die Zeiten, sie sind nicht so.
Texte:
Es gibt hier keine KI-Texte. Es gibt hier ausschließlich Texte, die von der ersten Idee bis zum humpfzigsten Korrekturlesen, vom ersten bis zum letzten Zeichen von mir gemacht sind. Kein Text ist auch nur in die Nähe von KI gekommen. Für mich eine Frage der Schreibenden-Ehre. Ja, ich bin altmodisch, aber das sind Geigenbauerys auch.
Bilder:
A.) Rohe Bilder:
Meine Fotos, z.B. die Fliege-Bilder, sind im Regelfall unbearbeitet. Ich reduziere allerdings oft die Größe, um die Ladezeiten zu verkürzen. Manchmal wähle ich auch nur Ausschnitte aus. In seltenen Fällen begradige ich bei den Fliege-Bildern die Horizont-Linie, wenn das Foto den Eindruck erweckt, ich würde Kunstflug betreiben oder im Luftkampf mit 6 G einen Gegner auskurven wollen. Meistens habe ich dann nur die Kamera schief gehalten.
Für derartige Bild-Korrekturen benutze ich immer paint.net, ein Programm, so komplex wie eine Keule.
B.) Bearbeitete Bilder:
Auch wenn die Bilder von wiki commons gemeinfrei sind, verfremde ich sie gerne, z.B. in Farbe und Kontrast mit Hilfe paint.nets. Auf jeden Fall gebe ich die Quelle an. Bilder aus anderen Quellen verändere ich so stark nach meinem ästhetischen Gutdünken, dass ich sie zu etwas Eigenem mache. Das befriedigt mich ästhetisch und vermeidet Copyright-Komplikationen. Oft stehen auch einfache Handskizzen (Bleistift auf Papier, die Älteren werden sich erinnern) am Anfang.
Diese Form der Bearbeitung dieser Bilder beginnt mit paint.net, gelegentlich ergänzt durch ein Grafik-Tablett. Dann kann (oder auch nicht) ein Schritt folgen, in dem ich das Halbfertigprodukt mithilfe einer KI in einen anderen Malstil übertrage. Derzeit fahre ich z.B. voll auf Linolschnitt ab. Auf jeden Fall geschieht die finale Bearbeitung wieder mit paint.net.
Das fertige Bild muss mir das Gefühl geben, von Anfang bis Ende "mein Bild" zu sein. Die KI darf beim Schaffensprozess bestenfalls die Rolle eines recht komfortablen Malprogramms einnehmen. Wer Erfahrungen in Ölmalerei hat, weiß, was es bedeutet, ein Bild "totzumalen". Man kann ein Bild auch "tot-KI-en". In beiden Fällen kannste das Werk nur noch wegschmeißen. Ich weiß, wovon ich rede...
Ansonsten: Ich achte sehr darauf, in jeder Bildbeschriftung ausdrücklich darauf hinzuweisen, falls KI im Spiel war.
C.) Bilder, die es hier nicht gibt:
Reine KI-Schöpfungen, d.h. Bilder, deren Existenz mit einem Prompt beginnt.
Bilder deren Inhalt irreführend / verfälschend / verlogen ... etc. ist. Abscheulich! Und wahrscheinlich der Untergang der Kultur, wie wir sie kennen.
Manchmal sehne ich mich nach einer Partei wie die SPD der späten 1960er und frühen 1970er Jahre ... Nee, das stimmt nicht: Ich sehne mich nach Politikys wie Willy Brandt und Helmut Schmidt, wie Bahr und Wisniewski. Dabei bin ich nicht so naiv, anzunehmen, diese Herrschaften hätten keinen Dreck am Stecken, wären nicht machtgeil gewesen u.v.a.m.
Aber:
Sie blieben - in ihrer politischen Verantwortlichkeit¹ - stets moralisch integer, und die einzige Lobby, der sie sich verpflichtet fühlten, waren die abhängig Knechtenden und nicht, wie heute, die mächtigen Konzerne.
Brandt hatte den Friedensnobelpreis redlich verdient. Und Schmidt hat zwar bei der Sturmflutkatastrophe 1962 ganz bewusst seine Kompetenzen überschritten und als Hamburger Innensenator grundgesetzwidrig (!) die Bundeswehr (!!) für zivile Aufgaben (!!!) eingesetzt, aber niemand fand das schlimm, weil man damals™️Politikys nicht grundsätzlich verdächtigen musste, ausschließlich aus krankhaftem Egoismus und Machtgeilheit zu handeln.²
Wenn damals™️ einy Politiky öffentlich gegen unser Grundgesetz, gegen unsere Verfassung verstieß, dann war das so unfassbar schlimm, dass wir alle gedacht haben: "Okay, entweder hat er/sie echt gute Gründe oder sie/er geht lebenslänglich in den Knast, wird mitsamt seiner/ihrer Partei NIEMALS wiedergewählt!" Man nannte das "Vertrauen" und "Demokratische Verantwortung". Heute verstoßen Politikys routiniert gegen das Grundgesetz, wenn es der befehlshabenden Lobby so gefällt, und wir reagieren nur mit allgemeiner Politikverdrossenheit, haben uns dran gewöhnt und verachten sowohl ausnahmslos alle Politikys als auch alle Lobbyistys, was die aber überhaupt nicht juckt.
Verachtung ändert ja nichts an den Machtverhältnissen. Das war früher ™️anders.
Brandt und Schmidt sind natürlich nur prominente Beispiele, und ganz zweifellos idealisiere ich hier auch ein bisschen, um klarzumachen, worum es mir geht: Ich achte und schätze ihre Fähigkeit, uneigennützige, verantwortliche Entscheidungen zu treffen, die sie möglicherweise den Kopf kosten könnten.
Und ich achte und schätze, dass sie sich auch für die Schwachen eingesetzt haben³.
¹ Ich betone das, weil im privaten, menschlichen Bereich ... muss man da wohl ... genauer hinsehen ...
² Man vergleiche z.B. Spahn und die Maskendeals.
³ Ja, ich weiß: Bei Schmidt war das nur undeutlich erkennbar.
Früher™️ dachte ich gelegentlich, man müsste mal eine Viertelstunde Zeit haben, mit Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler oder sonstigen Hochwichtigen unter vier Augen zu sprechen.
Inzwischen weiß ich: Bestünde die Möglichkeit, dass diese Leute unter dem Eindruck stichhaltiger Argumente ihre Meinung oder, mehr noch, ihr Verhalten ändern würden, dann wären sie nicht durch die Selektions-Hölle parteipolitischer Hierarchie-Ebenen dorthin aufgestiegen, wo sie jetzt sind.
Ich habe nicht mehr das Bedürfnis mit Merz, Klingbeil, Linnemann, Amthor, Bas, Söder oder sonstwem aus dieser Mischpoke zu reden. Sie sind allesamt voll-immunisiert gegen Vernunft, Empathie und Ethik. Es gibt keinen Kanal mehr zwischen den Herrschenden und den Beherrschten, keine gemeinsame Sprache, keine gemeinsame Kultur.
Erbärmlichkeit allenthalben. Man könnte resignieren, wäre da nicht die ernstzunehmenden Gefahr, dass sich der Konflikt eines Tages explosionsartig entlädt.
Nach viereinhalb Wochen gefühlter Ewigkeit gestern wieder Luft unterm Flügel. Klimawandel und Extremwetter bedeutet auch stabilere, kräftigere Luftdrucklagen, bedeutet dauerhaft stärkerer Gradienten-Wind. Für Sensibelchen wie mein 120-kg-Trike nicht so angenehm. Und wenn dann noch der Anlasser die Grätsche macht und ersetzt werden muss ... Merde!
Mein Festhalten an der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung wird immer verzweifelter, aber auch störrischer.
Meine eigenen Gedanken erschrecken mich:
Was mich so erschreckt, ist, dass ich eine Situation auf mich zurollen sehe, in der ich entweder Mitläufer in einem antidemokratischen System werde oder endlich mit dem Arsch hochkomme und mich auf aktiven Widerstand im Sinne Art 20,4 GG vorbereite. Wenn mein ganzes freiheitlich-demokratisches Geschwurbel der letzten Jahre mehr ist als nur Geschwurbel, dann wird's jetzt Zeit zum Handeln.
...
Ich habe kurz nachgedacht und präzisiere den letzten Satz:
Was mich so erschreckt, ist, dass ich, wenn die Dinge so weiterlaufen wie bisher, demnächst sehr explizit und definitiv darüber belehrt werde, ob ich mutig oder feige bin.
Die Zeit, sich wegzuducken, Entscheidungen aufzuschieben, sich durchzuaalen, ist vorbei. Schade eigentlich.
Damit die Diskussion um Spahns Leihmutterschafts-Baby nicht schief läuft:
...
Mööööh, schon wieder so ein deprimierender Anlass. Da muss ein Ausgleich nachgereicht werden:
Gestern habe ich erstmals in meinem Leben den Startermotor für das Triebwerk meines Flugzeuges ausgetauscht! Ich bin sehr stolz auf mich!
Guuut, man könnte auch sagen: "Ich habe den Anlasser bei einem Motor für einen Aufsitzmäher ausgetauscht", denn der Briggs&Stratton ist nun mal ursprünglich ein Rasenmäher-Motor, aber das klingt wie "Ich habe 'n Rasenmäher repariert." Die Diktion des ersten Satzes entspricht viel mehr meinem Stolz, sowas ganz selbständig (und nicht ohne technische Finesse) hingekriegt zu haben.