Dienstag, 12. Mai 2026

Wir lernen nicht, wir machen's immer wieder.

 

Die "Diplo", die Deutsche Ausgabe der "Monde diplomatique", bringt in der aktuellen Ausgabe Mai 2026 auf Seite 20 einen Artikel über aktuelle Veränderungen beim internationalen Kokainschmuggel ("Die neue Kokain-Route"). 

Tenor: Die Staatshaushalte vieler kleiner Staaten entlang der Schmuggelrouten von Südamerika nach Europa haben nur einen Bruchteil der Ressourcen, die den großen kriminellen Akteuren des Drogenhandels zur Verfügung stehen. Das macht Korruption auf allen Ebenen vom Hafenarbeiter über den Sicherheitsapparat bis zur jeweiligen Staatsführung sehr einfach und eine angemessene technische Ausstattung der Kräfte zur Drogenbekämpfung praktisch unmöglich. Diesem Umstand passen sich die Routen der Schmuggler an und so weiter ...

Ich mag die "Diplo" so sehr, weil sie stets sachlich (und mit validen Quellenangaben!) über die Fakten informiert, sich aber mit marktschreierischen Appellen zurückhält.

Aber.

Eine Analyse, die nur Herstellung und Transportwege betrachtet, verleitet zu falschen Schlussfolgerungen. Es wird komplett ausgeblendet, dass die zu bekämpfende Ursache aller  weltweiten Drogenkriminalität darin liegt, dass es in der sogenannten "westlichen Welt" viel zu viele Menschen gibt, die viel zu reich sind und viel zu gelangweilt, zu blasiert, zu dekadent und denen es scheißegal ist, was sie mit ihrer Kokserei anrichten. 

Man kann das nicht klar genug sagen: Das Problem sind nicht die armen Schweine, die Koks herstellen oder transportieren, oft, weil sie wirtschaftlich keine andere Chance haben. Das Problem sind auch nicht die bösen Kartelle, die all das organisieren und die sich immerhin mit dem saublöden Argument rausreden "Tät ich's nicht, tät's ein anderer¹". 

Das Problem sind die Konsumentys, die den ganzen Dreck wieder und wieder und immer üppiger finanzieren und die weder das eine noch das andere Argument geltend machen können.

Warum rege ich mich auf? Weil die selbe diskursive Verkürzung auch in der sonstigen Politik stattfindet: Oje, die Faschos werden allüberall stärker, schlimm, schlimm! Das liegt bestimmt an den SM, an Telegram, Whatsapp, Insta, X, TikTok. Und an Putin! Und an Trump! Und an den Chinesen, den Juden, den Evangelikalen, den Islamisten, den Grünen, den Kommunisten, den Homos und jetzt natürlich an der Straße von Hormuz, ja, genau ... Da kann man gar nicht genug Bomben draufschmeißen ... 

Diese Art der "Ursachenforschung" ist nicht nur inhaltlich Schwachsinn, sie verhindert darüberhinaus auch die korrekte Diagnose: Die Leute hier, wir, sind einfach zu doof! Zu denkfaul. Zu korrumpiert. Warum kritisiert das niemand? Warum fordert niemand von unserem Schulsystem ernsthaft, man müsse brutalstmöglich-kritische Geister erziehen? Warum schreien wir nicht laut auf, wenn jemand eine KI-generierte Tiktok-Insta-"Meine-Influencerin-hat-gesagt"-Meinung raushaut?

Wie kann man Trump wiederwählen? Die CxU? Nigel Farage feiert fröhliche Urständ, die doitschen Nazis ebenfalls ... Wir müssen dringend aufhören, irgendwelchen außenliegenden Dingen die Schuld zuzuschieben. Wahrscheinlich trifft der Verdacht zu, dass die Putin-Junta und die Trump-Camarilla gleichermaßen versuchen, Europa auseinanderzutreiben, dass sie dazu SM, Palantir und sonstigen Flausch einsetzen und die Nazis pampern.

Aber bitteschön: Wie doof muss man als Europäery sein, wenn man sich davon beeinflussen lässt und so willig brutalst gegen die eigenen Interessen arbeitet? 

"Ich habe mir mit einem stumpfen Gegenstand mehrfach kräftig auf den Kopf geschlagen, weil Trump/Putin/Spahn/Erdogan/Xi gesagt haben, ich würde mich danach fantastisch fühlen!" Wer macht sowas?!

Äh ... ja ... wir. Wir machen sowas. Immer wieder.




(verändert via wiki commons)
Wenn der das sagt, wird ja wohl was dran sein.
Ich mein, sonst würd' er's ja nicht sagen.





¹ Nein, ich gendere hier nicht. Dy geneigte Lesy möge sich fragen, warum!






Dienstag, 5. Mai 2026

Selbstbeobachtung: Wir sind im Arsch!

 

Habe gerade viel über die Anwendung von Vernunft gelernt.

Vorweg: 

  1. Mein 120-kg-Trike ist das beste und schönste und tollste Flugzeug der Welt. Aber es liegt in der Natur "Leichter Luftsportgeräte", windempfindlich zu sein. 
  2. Der Flugplatz Barssel ist ganz großartig, die Piste, die lieben Menschen, alles tipptoppi. Aber er weigert sich mehr als andere Plätze, den Profi-Prognosen des DWD zu entsprechen. Man muss schon hinfahren und sich selbst ein Urteil bilden.

Unabhängig von dieser Vorrede ertappte ich mich gestern bei folgendem 

Innern Monolog:

"Hm, in den letzten Tagen waren die Wetterbedingungen immer so ein bisschen sehr auf der kackigen Seite. Und in den nächsten Tagen soll's auch wieder ... mehr so böööh. Heute Nachmittag ist auch nicht ganz prickelnd ... aber besser als vorher und die nächsten Tage .... Nochmal genau prüfen ... Naja, doll ist das nicht. Aber egal, das muss jetzt einfach mal klappen. Sonst kommste ja zu überhaupt nix ... Man muss üben und die Grenzen ein bisschen weiter rausschieben ... Außerdem warst Du in den letzten Tagen so lieb, hast Dich so vernünftig zurückgehalten. Da haste jetzt auch einfach mal Anspruch drauf, dass das klappt."

Dann vor Ort: "Boi-o, das ist aber stellenweise echt böig, oder?! Egal, der Wind steht ja in der Bahn ... so ähnlich ... 30, 40, 50 Grad von rechts ... Naja, 30 sind keine 90 ... 90 wär blöd. Aber 30? Außerdem biste jetzt hier, wär' ja doof, jetzt einfach wieder weg ...und sooo schlimm ist das doch gar nicht. Und wenn doch, kannste ja wieder landen ..."

Rest in Kürze: Start ok. Leider hatten die Bauerys die Felder frisch gepflügt. Diese schwarze, feuchte Erde erzeugt eine Hammer-Thermik. Aber in 600 ft schon die ersten Wolkenfetzen. Die waren eigentlich für 2.000 ft angesagt. Das, liebes GAFOR, ist niemals "Oscar", wie Du versprochen hast, never ever. Und die Landung war dann auch shyce ruppig.

Auswertung:

Selbstbetrug 1: Wenn Du lieb / vernünftig / triebverzichtig bist, hast Du eine Belohnung verdient. Diese Fehlannahme basiert eindeutig auf einem Erziehungsfehler.

Selbstbetrug 2: Wenn eine Serie von gleichartigen Ereignissen bzw. Ergebnissen stattfindet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das nächste Ergebnis anders wird. (Spielerfehlschluss)

Selbstbetrug 3: Automanipulation mit der schlimmeren Alternative. Du kannst immer eine Steigerung zum Schlechten konstruieren - und das Nicht-Stattfinden derselben als positives Argument verkaufen.

Selbstbetrug 4: Konstruierte Pseudo-Sachzwänge ("Jetzt biste schonmal hier...") haben nichts mit den fraglichen Sachverhalten (Wetter fliegbar oder nicht?) zu tun.

Anwendung:

Selbstbetrug 1: Es gibt ja schon so viel nachhaltige Energieproduktion, mein Haus ist energetisch saniert, die Wärmepumpe geordert - da kann ich dann auch beruhigt SUV fahren, in den Urlaub fliegen und Kreuzfahrten machen.

Selbstbetrug 2: Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer, globale Konzerne sind die wahren Macht-Haber, die Starken bedrohen die Schwachen, statt sie zu schützen, die regelbasierte Ordnung geht den Bach runter, Umwelt, Klima - alles geht kaputt. Aber das kann doch so nicht weitergehen. Das geht doch gar nicht. Da wird sich schon was ändern ... bald ... muss ja ...

Selbstbetrug 3: Jaaaa, Spritpreise gehen durch die Decke, aber immer noch unter 3 Euro. Und überhaupt: Wir sollten froh sein, dass es überhaupt noch Sprit gibt. Das war ja durchaus nicht immer ganz sicher.

Selbstbetrug 4: Ja, Kapitalismus heißt, dass die ungehemmte Gier nach Macht und Geld einziger ethischer Maßstab ist. Und jeder Depp begreift, dass es angesichts begrenzter Ressourcen kein unbegrenztes Wachstum geben kann - aber was sollen wir denn machen?

Conclusio:

Unsere Fähigkeit zum Selbstbetrug ist stärker als unsere angebliche und vielbeschworene Vernunft. Wir sind im Arsch.



Innenansicht meines Antriebs.
Instandsetzung durch Berndt Z. aus B.
Foto von mir. Fotobearbeitung von mir mit paint.net.
Eingefärbt mit Hilfe einer KI.










Samstag, 2. Mai 2026

Auch mal wieder das Gute sehen: D.T.

 

Alle hacken auf Trump rum. Dabei werden zwei wesentliche Dinge übersehen:

Erstens: Trump, ein verurteilter Vergewaltiger, ein Betrüger und notorischer Lügner, pathologischer Egomane etc. etc., wird trotz allem gewählt und wiedergewählt und wiedergewählt, bis es keine Wahl mehr gibt. Das hat er bereits 2016 prophezeit, und 10 Jahre später wissen wir, dass er recht hat. 

Dabei ist nicht die Person D.T. relevant, die ist einfach nur krank und / oder verdorben. Wir müssen endlich den Blick auf die Ursachen lenken, fragen, warum die Mehrheit der Wählerys nicht auf die Barrikaden geht. Das Problem existiert ja nicht nur in den U.S. of A., auch bei uns erlauben sich die Herrschenden Ungeheuerlichkeiten gegenüber der Gesellschaft, ohne entsprechend belangt zu werden.

Es ist gut, dass Trump und Merz und Reiche und Linnemann und Klingbeil und die Lobbyisten ... und ... und ... die Grenzen dessen, was die dumpfe Masse widerstandslos zu ertragen bereit ist, ausreizen. Die bisherigen Ergebnisse sind zwar traurig und beängstigend, aber Forschung sollte erstmal frei von Bewertungen sein, wenn wir festhalten: Wir haben immer die Herrscher, die wir aufgrund unserer Faulheit und Korrumpierbarkeit verdienen!

Zweitens: Trumps Kündigung der regelbasierten Weltordnung, die Ölkrise infolge des Irankrieges, explodierende Energiepreise, folglich explodierende Konsumpreise, all' das bringt die Menschen dazu, weniger Auto zu fahren, weniger zu konsumieren, sät endlich das notwendige Misstrauen in die Fossilwirtschaft, befeuert die E-Mobilität usw. usw. 

Jetzt "droht" Trump mit dem Abzug der US-Soldaten aus Deutschland und zieht tatsächlich die ersten 5.000 von etwa 36.400 ab. Juhuu, der Damm ist gebrochen! Ab jetzt kann die Zahl der hier stationierten US-Truppen nur noch in eine - sehr erfreuliche - Richtung gehen, alles andere wäre gleichbedeutend mit einem Gesichtsverlust für die Amis. 

Also insgesamt: Ich find's großartig! Das sind doch alles Entwicklungen, die unser Land und unser Planet braucht. 

Irgendwann wird die globale Unzufriedenheit vielleicht zu einem großen Knall führen, dazu, dass die Super-Reichen massakriert werden. Das ist zwar grausam und unappetitlich und wird viele "Kollateralschäden" verursachen, aber auch nicht schlimmer als die Massaker, die gerade im Namen der Stärksten an den Schwächsten und Ärmsten durchgezogen werden.



(verändert via wiki commons)
Dem Schädel im Massengrab sieht man's nicht an, ob reich, ob arm, ob gut, ob böse.
Wir nehmen  Massenmorde und Massengräber mit ekelerregender Gelassenheit hin.







Mittwoch, 29. April 2026

Nur Info: Gönnung

 

Freude, schöner Götterfunke, es beginnt die Jahreszeit, in der die Temperaturen uns wieder größte textile Freiheiten erlauben.  

Warum ich es bevorzuge, nackt zu leben, habe ich hier bereits vor einem Jahr beschrieben, und ich will das nicht wiederholen. Deshalb nur kurz zur Erinnerung die Stichworte einer Erörterung, wie wir's in der Schule gelernt haben:

Contra-Argumente

  1. Verstößt gegen normative Erwartungen, und das könnte Leute irritieren.
  2. Verletzungsgefahren
  3. Mögliche Trauma-Trigger

Pro-Argumente

  1. "Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst und durch Nicht-Gebrauch schwindet." R.v.Weizsäcker
  2. Free your body, your mind will follow.
  3. Achtsamkeit
  4. Wohlgefühl


Gewichtung der Argumente

Contra 1.: Mirdochegal. Nein, ernsthaft: Soziale Normen sind Konstrukte. Lest Oliver Königs Buch "Nacktheit". Eine sachliche Dekonstruktion, auch methodisch vorbildlich. Wenn Leute dann immer noch irritiert sein WOLLEN, dann ist denen ohnehin nicht zu helfen.

Contra 2.: Ja, es gibt ganz hinten in meinem Garten ein paar -zig Quadratmeter, die ökologisch wertvoll so verwildert sind, dass ich da, wenn überhaupt, nur mit Gummistiefeln reingehe. Finde ich großartig, dass meine Nacktheit mir auf diese Weise Respekt vor dem, was da kreucht und fleucht, abfordert.

Dann gibt es noch die Hautkrebsgefahr. Im Schnitt sollte man die Haut nicht mehr als 20 min pro Tag dem Sonnenlicht exponieren, das wären etwa 122 Stunden pro Jahr. In Norddeutschland. Ha, Ha, sehr lustig.

Contra 3.: Das einzige Argument, das ich wirklich ernst nehme. Eine Sache der Kommunikation. Wenn meine Nacktheit für mir werte Menschen ein Trigger sein sollte, werden wir Wege finden. 

Pro 1.: Selbsterklärend. Sehr wichtig! Immer wichtiger in dieser, unserer sich zunehmend entdemokratisierenden Kack-Welt!

Pro 2.: Ganz ehrlich: Das ist für mich ein ganz wesentlicher Punkt, vielleicht sogar der wichtigste. Wenn Du in irgendeinem Punkt beginnst, gegen gesellschaftliche Normen zu verstoßen, die Du nach genauer Prüfung als total vernunftwidrig erkannt hast, dann hast Du so viel Spaß, dass Du immer weiter machst. Je heftiger Du die Normen internalisiert hattest, desto krasser der Erkenntnisgewinn.

Pro 3.: Du kannst Dir vor einem Waldspaziergang die Augen verbinden und Ohren und Nase verkorken. Aber was willst Du dann im Wald? Du kannst auch Klamotten anziehen und Dich der Wärme der Sonne und dem warmen Streichelwind und den kühlenden Schatten aussetzen. Aber was soll das?

Pro 4.: Zum x-ten Mal: Nacktheit hat nichts mit Sex zu tun. Punkt. Aber Nacktheit fühlt sich gut an. Definiere "Wohlgefühl" versus "Sexualität" (und frage anschließend, ob das Wort "versus" an dieser Stelle überhaupt Sinn ergibt).

Auswertung / Fazit: Jaja, blabla. Ich muss hier ja nicht ALLES vortanzen. Selberdenken macht schlau.










Dienstag, 28. April 2026

Selbst-Gerechtigkeit leicht gemacht

 

Soso, 81 Prozent der Dottschen meinen, der Wohlstand in Dottschland sei ungerecht verteilt. Man schaue sich die Einzelergebnisse der ARD-Umfrage an, und dann, bitte, bitte, überzeuge man mich, dass folgende Aussagen unwahr sind, dass sie nur Ausdruck der zynischen Weltsicht eines desillusionierten alten Drecksacks sind:

  1. Es geht den Befragten nicht um Gerechtigkeit. Es geht nur darum, dass die 81 Prozent sich nicht reich genug fühlen und gerne genau so reich sein wollen, wie die richtig reichen Reichen.
  2. Würden die 81 Prozent zu den reichen Reichen gehören, wäre ihnen das Thema "Gerechtigkeit" shyce-egal und sogar außerordentlich lästig.
  3. Würde man den 81 Prozent das Geld vorne und hinten reinstopfen, würde man sie in die Lage versetzen, hirnlos, hemmungslos und grenzenlos zu konsumieren, wäre ihr Gerechtigkeits-Geschwurbel schnell verstummt. 

Beweis 1:

CxU-Parteien werden trotz ihrer Schelte sozial Benachteiligter und brutalster Kürzungen in unserem Solidar-System gewählt. Trotz Merz, Reiche, Linnemann, Spahn und Konsorten. Und wenn die nicht "liefern", dann ist man allzu bereit, die freiheitliche Demokratie zugunsten des Faschismus' zu opfern - oder großkotzig damit zu drohen. Grüne und Linke, die wenigstens ein klitzebisschen an den unsolidarischen Strukturen kratzen würden, werden abgestraft.

Beweis 2:

Niemand kritisiert, dass die Befragung nur die dottsche Nabelschau zulässt. Wir sind reicher als 95 % der Weltbevölkerung. Seltsam, dass niemand diese ungerechte Wohlstandsverteilung in den Blick nimmt, oder? Wer glaubt, die Dottschen hätten diesen Vorsprung mit fairen Mitteln erarbeitet, der muss auch glauben, unsere Superreichen hätten ihre Multimilliarden mit ihrer eigenen Hände ehrlicher Arbeit erworben. 

Die Verkürzung der Perspektive ist unredlich und schädlich. Sie verhindert eine exakte Analyse der Ursachen und folglich die Entwicklung einer angemessenen Lösung. Wir haben uns an die globale Ungerechtigkeit gewöhnt, haben sie internalisiert und leben gut mit und von der fortgesetzten Ausbeutung der sozial Schwächeren. Gerechtigkeit zu fordern, setzte voraus, Gerechtigkeit zu üben.

Analogie:

Als Pauker habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass der überwältigende Großteil aller Eltern vehement für "Chancengleichheit" kämpft, solange ihre F1-Generation in der Grundschule steckt. Sobald die Gören es auf's Gymnasium geschafft haben, kann der Laden gar nicht exklusiv (d.h. "ausschließend") genug sein. Selbst kooperative Schulformen (KGSn/IGSn) werden tunlichst gemieden, wie etwas, das die Katze hereingetragen hat.. 

Merke:

Selektive Gerechtigkeit ist keine Gerechtigkeit. 

Sondern, im Gegenteil nur der erbärmliche, verlogene Versuch, den eigenen krankhaften Egoismus und Opportunismus hinter einer pseudo-ethischen Hochwert-Vokabel zu maskieren.

Conclusio:

Es geht hier nicht um Whataboutism. Ich bin sehr dafür, das zweifellos bestehende und völlig inakzeptable Wohlstandsgefälle in Deutschland und der Welt zu nivellieren, denn so, wie es ist, ist es wirklich ungerecht. Pervers. Vielfach tödlich.

Aber die Lösung kann nicht für Dottschland gesucht und gefunden werden. Und sie kann nicht darin bestehen, die Nicht-Super-Reichen in Dottschland mit immer mehr Konsumismus zu bestechen und mundtot zu machen. 

Wir müssen weg von einem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, dass nur auf grenzenloser, ungehemmter Gier nach Macht und Geld basiert. Und wir müssen aufpassen, dass nicht eines Tages ein faschistisches System als Höhe- und Endpunkt des libertären Kapitalismus herrscht.


(verändert via wiki commons)
"Wenn die hirntote, unersättliche Gier der Reichen befriedigt wird,
dann soll meine hirntote, unersättliche Gier auch befriedigt werden,
sonst ist das nicht gerecht!"






Sonntag, 26. April 2026

Zeit ... vergeht

 

Habe mir aus reiner Sentimentalität und zur Vervollständigung der Sammlung die drei Bände zu "Dirk Gentleys holistischer Detektei" von Douglas Adams gegönnt. Bin im "Elektrischen Mönch" (Bd. 1) gerade an eine Stelle gelangt, wo sich eine Figur verfährt, also autofahrenderweise die örtliche Orientierung verliert. 

Stelle fest: Sich zu verfahren ist eine ausgestorbene Kulturtechnik. Man hat Smartphone und also Navi. Douglas Adams war zwar ziemlich computer-affin, aber er hat die Geschichte 1987 geschrieben, da waren diese Dinge, die heute dumpfer Alltag sind, nicht absehbar. Das ist selbstverständlich kein Vorwurf an den von mir so verehrten D.A., aber im Unterschied zu früher kann ich den Text auch nicht mehr als zeitgenössisch lesen, sondern muss ihn mit der Distanz des Profis gegenüber einem  historisch zu kontextualisierenden Werk betrachten. 

Nach 40 Jahren mag das in Ordnung sein. Vielleicht irritiert mich auch nur dieses Gefühl, einen Text plötzlich über einen so großen zeitlichen Abstand anschauen zu müssen. Dieses immer häufiger auftretende Gefühl nach dem Schema: "Achduscheiße, das ist schon 40 Jahre her?! So alt bin ich doch noch gar nicht ... achso, ja, doch ..."

Keine Pointe.



Info für die Nachgeborenen: "Vor 40 Jahren", das gehört in die Zeit, in der wir das verkackt haben, was Euch heute auf die Füße fällt. Allerdings hatten wir nur diffus das Gefühl, dass wir mega-mächtig Shyce bauten. Also, wir waren uns zwar sicher, alle Daten lagen vor, konnten uns aus Bequemlichkeit und Gier aber immer noch prächtig selbst bescheißen.

Das ist heute ganz anders: Da wissen wir verbindlich, unausweichlich und auf drei Stellen nach dem Komma, dass wir gerade die Zukunft unserer Kinder und Enkel verkacken.


(Barschel 1987. Verändert via wiki commons)





Freitag, 24. April 2026

Trumpismus-Allergie

 

Bei Hausarbeit lasse ich gerne eine Playlist alter Songs dudeln. Gerade lief Lynyrd Skynyrds "Sweet Home Alabama", und ich stellte überrascht fest, dass US-Southern Rock mir neuerdings Übelkeit verursacht.

Jaja, ich weiß, dass der Text ambivalent verstanden werden kann und wird, aber das macht es ja eigentlich nicht besser. Wenn ein Lied nationalistisch oder heimat-tümelnd ist, kann man natürlich auch jederzeit behaupten, dies sei ironisierend gemeint. Ich bin da aber sehr streng: Ein Text, dessen Inhalt auch als sein Gegenteil verstanden werden kann, ist einfach nur ein schlechter Text. 

Und heute habe ich festgestellt, dass ich den völlig durchgedrehten US-first- und MAGA-Scheiß nicht mehr ertrage, dass ich die dümmlich-dumme, kranke us-amerikanische Arroganz so satt habe ...

Mag sein, ich tue Lynyrd S. Unrecht, aber ich habe "Sweet Home Alabama" spontan aus der Liste gekickt. Das ist kein Antiamerikanismus, das ist eine über Jahre erworbene Trumpismus-Allergie. 



Ich wollte nicht noch ein Bild von Trump in den Äther blähen.
Deshalb habe ich ein nicht-metaphorisches Arschloch genommen.

(Anus, stark verändert via wiki commons)







Samstag, 18. April 2026

Reden wir über die Spritpreise

 

  1. Unserer tägliche soziale Praxis lässt sich am umfassendsten und widerspruchsfrei beschreiben, indem wir die unbedingte, unbegrenzte und ungehemmte Profitgier des Individuums auf Kosten der Gemeinschaft als grundsätzliches, unhinterfragtes Dispositiv annehmen. Krankhaft übersteigerte individuelle Gier ist das einzig-gültige, anerkannte ethische Prinzip. Alle anderen Motive, wie z.B. Empathie, Solidarität, Umweltverantwortung, werden verdächtigt, aufrührerisch, zersetzend, gesellschaftsschädigend usw. zu sein.

  2. Da diese Praxis schon ziemlich lange zelebriert wird, sind einige Menschen, vielleicht 1 Prozent,  superreich und damit supermächtig geworden, während der Rest, 99 Prozent, mehr oder weniger vor sich hinkrepelt, den Superreichen dient, noch reicher und mächtiger zu werden und sich mühselig von den Bröckchen nährt, die von den Tischen der Herrschenden fallen. An diese Ordnung der Welt haben wir uns so sehr gewöhnt, wie die Menschen im Zeitalter des Absolutismus es für gottgegeben und also unhinterfragbar hielten, dass Adel und Klerus absolute Macht über Leben und Tod (und darüberhinaus) ihrer Untergebenen hatten.

Klar soweit?

Gut! Dann reden wir nun über die Spritpreise, genauer: Über die Frage, wer überhaupt ein Interesse daran hat, dass die Spritpreise fallen.

  • Die Konzerne haben daran kein Interesse, im Gegenteil, denn die verdienen sich mit den Übergewinnen direkt oder indirekt eine goldene Nase.

  • Die Reichen haben auch kein Interesse an niedrigen Spritpreisen, denn denen ist's shyce-egal, ob der Sprit billig oder teuer ist, oder ob in der Folge der Energiepreise die Lebenshaltungskosten dramatisch erhöht werden oder nicht. Über Geld redet man nicht, Geld hat man.  

  • Den Mittelstands-Krampen, die breite Masse in Dottschlaand, tun die Spritpreise und die in der Folge steigenden allgemeinen Preise weh, denn sie müssen ihr Konsumverhalten einschränken. So eine Verhaltensänderung tut immer weh.

  • Die Armen merken, dass sie nun noch ein bisschen ärmer werden, aber die sind das Leben an der Kante zum Existenzminimum gewohnt, was soll's.

Zusammengefasst: Von den herrschenden Klassen ist niemand negativ betroffen, warum sollte sich also etwas ändern? Außer den direkten und indirekten Übergewinnen durch die Krise entstehen, im Gegenteil, sogar ein paar knallharte Vorteile:

  • Je weniger Leute sich den Sprit leisten können, desto freier die Straßen. Wenn der Pöbel sich das Autofahren nicht mehr leisten kann, hat man endlich mal wieder eine Chance, den Bugatti Chiron wenigstens ansatzweise auszufahren. 

  • Urlaub, Reisen, Gastronomie werden wieder zu exklusiven, das heißt: ausschließenden!, Genüssen. Es war ja nicht zum Aushalten, dass in den letzten Jahren immer mehr Emporkömmlinge aus dem oberen Mittelstand in den angesagten Locations auftauchten. 

  • Kunst, Kultur, Bildung, Theater, Museen, das muss und wird wieder unerschwinglich werden, damit nicht Krethi und Plethi das geheiligte Entre-nous versaubeuteln.

  • Die blöden, naiven Mittelstands-Krampen werden in ihrem verzweifelt-naiven (und zum Scheitern verurteilten) Bemühen, ihren Standard zu halten, noch härter arbeiten, sich noch mehr für die Profitmaximierung der Superreichen prostituieren müssen.

  • Alles, was klimaschädlich, energieverschwendend und sonstwie toxisch für die Umwelt ist, muss so teuer werden, dass nur die Superreichen sich leisten können, weiterhin und mehr denn je wie die größten anzunehmenden Pottsäue zu leben und zu konsumieren. 

Den letzten Punkt finde ich besonders spannend. Hier sollten die dottschen Mittelstands-Krampen ihr Selbstmitleid zügeln: Wir, die reichen Industrialisierten, haben es immer schon für unser angestammtes Privileg gehalten, für unseren Lebenswandel die Ressourcen von mehr als 3 Planeten Erde zu verbrauchen, wohlwissend, dass, wenn alle Afrikanerys und Asiatys den selben Lebensstandard anstrebten oder gar erreichten, hier ganz plötzlich die Lichter ausgingen.

Verkneift Euch Euer Selbstmitleid. Der Mittelstand in seiner jetzigen Form wird verschwinden, verarmen und aussterben. Den freiwerdenden Raum werden die Superreichen besetzen, mit ihren SUVs, ihren Privat-Jets, ihren Gated-Area-Palästen, Hochpreis-Einzelhändlys und -Ressorts - und ihr werdet sie weiterhin aus der immer größer werdenden Entfernung bewundern.

Verkneift Euch Euer Selbstmitleid. Ihr hättet kämpfen können, aber dazu wart ihr zu dumm, zu faul, zu korrumpiert und vor allem: zu unsolidarisch.

Verkneift Euch Euer Selbstmitleid. Ihr habt die Arschlöcher gewählt.


(verändert via wiki commons)







Mittwoch, 15. April 2026

Suizidale Sozis

 

Och nöööh! Geht das nur mir so, oder fühlt sich angesichts des diesjährigen Mai-Aufrufes des DGB ...



... noch jemand von dem muffig-eisekalten Gruft- und Leichengeruch vergangener Hoch-Zeiten des doitschen Sozialismus gruselig berührt?

"Heraus zum 1. Mai!" Wie kann man nur die Rotfront-Diktion aus Weimarer Zeit zitieren? Ok, ich habe recherchiert und verstanden, dass seit 2023 der Slogan fröhliche Urständ feiert. Absichtsvoll, scheint's. Bei der rezenten FDJ, bei Beton-Marxisten und sonstigen DDR-war-nicht-alles-schlechte-Knallköppen. 

Wie kann der DGB nur ... Im Jahre 2026! In einer Zeit, in der wir den gesteuerten Untergang der Sozialdemokratie in unerbittlicher Zeitlupe mitverfolgen können! Das ist natürlich eine gute Zeit, die müffelnden, vertrockneten Rhetorik-Leichen aus dem Keller zu holen.

"Unser Vorsitzender spricht ...!" Gratulation, er kann schon sprechen, der Kleine. Na bravo!

Und im Anschluss gehen wir zum Familienfest. Wer fühlt sich da nicht abgeholt? 

Ich könnte grell im Strahl reiern.

Und ein bisschen weinen.

Wenn die Sozis mir überhaupt nicht wichtig wären, würde es mich nicht so erschüttern, wie erbärmlich sie ihren eigenen Untergang immer weiter vorantreiben.







Freitag, 10. April 2026

Die "Großen Kränkungen" gehen weiter


Freud beschrieb die drei großen Kränkungen der Menschheit durch Naturwissenschaft und Psychologie zu Anfang des 20 Jahrhunderts:

  • Wir sind nicht Mittelpunkt des Universums.
  • Wir sind nicht Krone und Abschluss der biologischen Evolution.
  • Unser Denken und Handeln ist nicht (nur) vernunftgesteuert.
Anfang des 21. Jahrhunderts trifft uns noch eine Reihe weiterer Kränkungen:
  • Wir, der nichtgeographische Westen, sind nicht die "Guten", ebensowenig wie alle anderen.
  • Kapitalismus ist nicht das allein-seligmachende Wirtschaftssystem. Es erzeugt ebensoviel Leid und Ungerechtigkeit wie die schlimmste Autokratie.
  • Eine regelbasierte Weltordnung ist nicht stabil.
  • Religionen sind nicht Teil der Lösung, sondern aktiver, machtvoller Teil des Problems, die meisten Religionen sind zu Perversionen ihrer selbst geworden.
  • Eine demokratische und freiheitliche Grundordnung ist nicht eigen-stabil. Sie geht unter, wenn sie nicht durch kritische Bildung täglich (!) neu erkämpft wird.


Konkret:
  • Totaler, irreparabler Vertrauensverlust gegenüber ausnahmslos allen Politikys. Je verantwortungsvoller die Position, desto größer mein Misstrauen.
  • Demokratie ist ein System, das das Lügen, die Falschheit, die schwerstkorrumpierte Manipulation fördert.
  • Das ubesiegbare Trio Infernale: Krankhaft profitgeile, global agierende Konzerne, krankhaft machtgeile Politikys, vollverblödete, (medien-)konsumkorrumpierte Massen


In meinem Alltag:

Nach der FDP werden nun auch, viel, viel zu spät, CxU und SPD als komplett unfähig und korrumpiert erkannt. Die Folge: Anhängerys der ehemaligen Volksparteien müssen sich eine neue politische Heimat suchen. Wünschenswert, sie wanderten in die linke und grüne Ecke, aber viele werden woanders, Du-weißt-schon-wo, suchen. Die USA sind bereits abgestürzt, Frankreich und England sind, genau wie wir, auf dem Wege. 

Conclusio / Appell: 

Appell habe ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob uns eine moderne, links-grüne Ausgabe von Friedrich dem Großen gut täte. Aber der hatte wenigstens den Mut, Unbequemes und Unkonventionelles zu tun, legte sich auch mit Großmächten an, verstand sich als erster Diener seines Staates ... Trotzdem, nääh.

Können wir nicht einfach alle anfangen, etwas schlauer, solidarischer, empathischer zu sein? Etwas weniger egoistisch, narzisstisch, ... bla.

Was für ein lahmes, erbärmliches Fazit: Lass uns das Problem lösen, indem wir das Problem lösen. Verzeiht, liebe Lesys, ich bin einfach ratlos.



FII in rotgrün, verändert via wiki commons, u.a. mit paint.net.










Freitag, 3. April 2026

Anleitung: Wie man religiöse Gefühle verletzt

 1. Definition

1.1.a.) Religion ist lt. Tante Wiki der Glaube an übersinnliche Kräfte. Diese Definition ist aber tautologisch, da übersinnliche Kräfte per definitionem der Erfassung per naturwissenschaftlicher Erkenntnismethode entzogen sind und nur im Glauben an sie gründen. Religion ist demnach der Glaube an das Glauben. 

1.1.b.) Einwurf: Das schmälert keineswegs die Bedeutung der Religion. Beispiel: Die Frage, was uns nach unserem Tod erwartet, lässt sich nicht naturwissenschaftlich untersuchen. Trotzdem denken wir drüber nach, entwickeln Theorien, und:  Wieauchimmer die Antwort ausfällt, hat sie einen Einfluss auf unser Leben.

1.2.a.) Hypothese 1: Religiöse Gefühle sind ... ääh ... wenn man das Gefühl hat, dass man etwas Religiöses glaubt? Beispiel: Ich habe das Gefühl, ich glaube an irgendeine Fort-Existenz nach meinem Tod. Was für eine beknackte Aussage: Ich fühle mich, als würde ich was glauben ...

1.2.b.) Hypothese 2: Religiöse Gefühle beschreiben das, was der Glaube mit uns macht. Beispiel: Ich glaube an irgendeine Fortexistenz nach meinem Tod, und das fühlt sich gut / schlecht / beruhigend / beunruhigend (Unzutreffendes streichen) an.

1.3. Fazit: Die Aussage 1.2.b. klingt plausibel. 


2. Praktische Umsetzung: Religiöse Gefühle verletzen

2.1.a.) Versuch 1: "HAHA! Guck mal, der Idiot glaubt an ein Leben nach dem Tod, wie blöd ist das denn...?!" 

2.1.b.) Auswertung 1: Nee, tut mir leid, in dieser (imaginierten) Situation verspüre ich keine Verletzung. Nur ein geringfügiges Mitleid mit dem unreflektierten IQ-7-Knallkopp.

2.2.a.) Versuch 2: "HAHA! Guck mal, der Idiot glaubt an einen allmächtigen Gott, einen alten, weißen Mann mit Bart, der im Nachthemd auf einer Wolke sitzt und seinen Sohn foltert für Sünden, die er, der Gott, selbst als solche definiert hat, wie blöd ist das denn...?!" 

2.2.b.) Auswertung 2: Autsch! Das piekst! Also, das würde pieken, wenn ich denn allen Ernstes an diesen spätbronzezeitlichen Kackshyce glauben würde. Wir sollten uns dieses Ergebnis merken!

2.3.a.) Versuch 3: "HAHA! Guck mal, der Idiot glaubt, dass Mitgefühl und Solidarität mit Menschen und unserer Umwelt wichtig seien, wie blöd ist das denn...?!" 

2.3.b.) Auswertung 3: Nee, ich fühle mich nicht verletzt. Nur den Wunsch, diesem ignoranten Arschloch eine reinzuhauen.

2.4.a) Versuch 4: "HAHA! Guck mal, der Idiot glaubt, dass fundamentalistische, machtgeile, alte Männer die Stellvertreter Gottes, Allahs, Jahwes oder irgendeines anderen verlogenen, faschistischen Rachegottes seien und dass ausgerechnet diese pathologischen Egomanen über Glück und Unglück von Milliarden Menschen entscheiden könnten und ob Du eine Seele hast und ob die in den Himmel mit 72 Jungfrauen oder in die Hölle mit wasweißch kommt, wie blöd ist das denn...?!" 

2.4.b.) Auswertung 4: Wenn ich an die Macht der alten, kranken, weißen Männer glaubte (Konj. II irrealis, präs.), dann würde dieser Affront mich wahrscheinlich verletzen. 


3. Conclusio

Religiöse Gefühle sind in der Tat verletzbar, allerdings nur dann, wenn sie sich auf jene Dogmen beziehen, die überwiegend dazu dienen, Systeme zu stabilisieren, die den alleinigen Zweck haben, krankhaft machtgeilen alten Männer ihre Position zu erhalten und die Untergebenen immer tiefer in Unmündigkeit, Dummheit und letztlich Sklaverei zu verdammen.

Ich finde, damit kann man arbeiten.

Fröhlichen Karfreitag! 


(verändert via wiki commons)




Mittwoch, 1. April 2026

Selbstbeschiss versus Wetter-Profis

 

Meine Fresse, was bin ich für ein eingebildeter Drecksack. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Region um Barssel unangenehme Klopper-Thermik voraus. Und ich sage: "Wat, nee, glaub' ich nicht, so nass, wie da alles ist ... Und in meiner Segelfliegerzeit hieß es doch auch immer, Thermik gipps da praktisch gar nicht."

Nach einer halben Stunde war ich wieder unten und fühle mich wie ein Preisboxer nach der 12. Runde.



↑ Zu meiner Entlastung: Ich verstehe mich, dass der Jieper auf's Fliegen so groß ist.


↓ Und die Gegend um EDXL fängt mir immer besser am Gefallen an.


Möge die Saison bald mal ein paar gute Flüge erlauben. 



Dienstag, 24. März 2026

SuS sind nicht doof!


Gerade auf einem pseudosozialen Forum gelesen: Einy Lehrery drückt sire Enttäuschung aus, dass ein Schüler kurz vor Realschulabschluss sich als AfD-Anhänger outet.

Die zahlreichen Reaktionen auf besagtem Forum drücken viel Empathy mit dy Lehrery aus, vor allem Hilfsangebote: Es gäbe doch diverse Institutionen, die demokratische Bildung in Schulen bringen, man könne außerdem im Unterricht noch dies und das und jenes machen, um den Schülys beizubringen, wie man demokratisch ist, und dann müsse man unbedingt noch diese Filme gemeinsam anschauen und unbedingt jene Bücher im Unterricht lesen (folgen lange Listen mit Film- und Buchtiteln) usw. usw. ...

Tut mir leid, das ist alles lieb gemeint, wird aber überhaupt nichts bringen. Weil es Lichtjahre am eigentlichen Problem vorbeigeht:

SuS¹ sind nicht doof. Sie sind vielleicht mehr oder weniger ungebildet, aber sie sind nicht doof. 

SuS, Kinder und Jugendliche allgemein, sind außerordentlich sensibel, wenn es um Lügen und / oder soziale Dissonanzen  geht. Vielleicht können sie es nicht verbalisieren, aber sie riechen, wie mein Opa sagen würde, die "Scheiße durch die Wand", tausendmal mehr, als wir Erwachsene glauben. Wer's nicht glaubt, schaue sich in Scheidungsfamilien um und erzähle mir, Kinder hätten von den Konflikten vorab nichts mitgekriegt ...

Was machen wir in Schule und Elternhaus ? 

  • Wir sagen den Kindern, Doitschland sei eine Demokratie und deshalb dürften alle gleichberechtigt mitbestimmen. Und irgendwann müssen wir ihnen eingestehen, dass das gelogen war und dass in Wirklichkeit nur die unersättlichen Profitinteressen des berüchtigten "1 %" bestimmen, wo's lang geht. 
  • Wir sagen den Kindern, wer klug und fleissig sei, ...
  • Wir sagen den Kindern, die Würde des Menschen ...
  • Wir sagen den Kindern, alle Menschen hätten gleiche Rechte ...
  • Wir sagen den Kindern, Schutz und Erhalt einer lebenswerten Zukunft ...
  • Wir sagen den Kindern, es gäbe einen Gott und Allah sei sein Prophet, Jesus sein Sohn und der Papst sein Stellvertreter ... 
  • Wir sagen den Kindern, es gäbe einen Weihnachtsmann und der sei nicht identisch mit der DHL- bzw. Amazon-Person ...
  • Und immer wieder sagen wir ihnen, dass es abscheulich sei zu lügen.

Fazit: Wenn Kinder den Glauben an die Demokratie verlieren, dann ist das angesichts des Zustandes dessen, was wir ihnen als "Demokratie" verkaufen, absolut verständlich und logisch. Wir sind jetzt schon völlig unglaubwürdig, und wenn wir nun noch mehr Energie dareinstecken, den Kiddos zu erzählen, wie toll, fantastisch und einzigartig diese unsere Demokratie ist, dann machen wir die Sache immer, immer schlimmer. 

Und natürlich rede ich damit nicht der Scheiß-AfD das Wort. Im Gegenteil!

Der einzige Weg, die Menschen (nicht nur die Jugendlichen!) wieder auf den Pfad der Demokratie, der Gerechtigkeit und der Vernunft zu bringen, ist, endlich anzufangen, gemeinsam diesen verlogenen, profitgeilen Scheißhaufen "Doitschland 2026" in Ordnung zu bringen und eine echte Demokratie draus zu machen!

...

Ist doch wahr.




(verändert via wiki commons)
"Deutschland ist eine vorbildliche Demokratie!
Schöner kann's nicht sein und werden!"

"Hackt's jetzt?"
 




¹ Hoppsa, alte Angewohnheit. Gemeint sind "Schülerinnen und Schüler und alles darüberhinaus"






Mittwoch, 18. März 2026

Wieder on Air, hurra!

 


Ooookeeee, Freundy der Luft- und Raumfahrt! Ab heute bin ich nach einem Vierteljahr Pause wieder im Geschäft. Dank Berndt Z. aus B. ist mein 120-kg-Drachen-Trike wieder der kleine, vertrauenserweckend schnurrende Tiger, der er immer sein sollte. Heute die ersten beiden Testflüge, 20 und 37 Minuten lang, und es war ein Fest.

↓Mein neuer Heimatplatz ist, wie gesagt, EDXL, Barssel. Die Gegend drumherum muss ich erst noch lieben lernen. Nicht, dass es da nicht auch schöne Ecken für einen Gartenstuhl in 200 m Höhe gäbe.



↓ Der Platz selbst ist nicht so leicht zu finden. Dieser Wald mit dem amphitheatrischen westlichen Ende weist aber in die richtige Richtung.



↓ Das hilft Dir aber üüüberhaupt nix, wenn die Sonne tief über einer Dunstschicht steht und die Konturen am Boden verschwiemelt. Das gibt dann 100 Bonuspunkte für eine außerordentlich mystische Beleuchtung. Aber 200 Miese für "Ich seh' nix, mal Navi fragen ..."




Egal, egal, egal. Mir die Gegend bekannt zu machen, ist ja auch ein schönes Fliege-Ziel.

Ich bin wieder im Geschäft ... Ach, das sagte ich schon?! Egal!



Dienstag, 17. März 2026

Preis ... Revolution

 

Aktuelle Selbstbeobachtung: Der Preis für mein Lieblingsbier ist nun auf 18,99 € gestiegen. Mein innerer Monolog verweist auf ölpreisbedingt gestiegene Herstellungs- und Transportkosten, und ich müsse die Händlerys verstehen. Yupp, mache ich. Aber ich verstehe mich selbst auch. Im Gegensatz zur allgemeinen Preisentwicklung steigen meine Bezüge leider nicht. 

Folglich werde ich meinen Konsum einschränken. Das ist absolut möglich und erträglich, da ich, genau betrachtet, immer noch auf recht hohem Niveau vor mich hin konsumiere. Und weil ich ziemlich wütend darüber bin, dass die Konzerne den US-israelischen Angriffskrieg erneut für ihre miesen Profitinteressen missbrauchen, konsumverzichte ich sogar noch wesentlich mehr, als zur reinen Kompensation der Preissteigerungen notwendig wäre. 

Das ist keine wirtschaftlich bedingte Sparsamkeit, das ist auch kein politisch bedingter Konsumverzicht, das ist eine politische Kampfansage, ein bewusster Boykott. 

Gleichzeitig überlege ich mir, welche Folgen es hat, wenn langfristig und flächendeckend die Preise steigen, die Kaufkraft der Normalverbraucherys aber nicht, zumindest nicht entsprechend. Die Antwort ist trivial: Am schlimmsten trifft es die Leute, die jetzt schon kaum Kohle haben, die Armen. Für die Menschen mit mittlerem Einkommen wird's enger. Nur die Reichen spüren von der ganzen Entwicklung überhaupt nichts. Und die Super-Reichen, die Konzernböberschten und die Groß-Investorys sind diejenigen, die von der ganzen Entwicklung sogar profitieren. 

Wenn bei den Armen und den Mittelstands-Krampen nix und tendenziell immer weniger zu holen ist, wird sich "die Wirtschaft" notgedrungen immer mehr auf die Befriedigung der Bedarfe der Reichen und Super-Reichen fokussieren. 

Denkt man diese Entwicklung konsequent weiter, entsteht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Eine winzigkleine, superreiche Elite und die Masse der von ihr abhängigen Sklaven.

Die einzige Alternative wäre die Revolution, je später sie kommt desto gewaltsamer.


(E. Hagnauer, 1848, via wiki commons)
Es scheint mal wieder an der Zeit.
Versteht mich nicht falsch:
Ich bin strikt gegen Gewalt.
Eben deshalb begrüßte ich zeitnahes Umdenken.











Samstag, 14. März 2026

Taking Oscars ...

 

Das Trump-Regime verweigert dem oscar-nominierten Hauptdarsteller Motaz Malhees die Anreise zur Verleihung des Preises, allein deshalb, weil besagter Herr Malhees ein Palästinenser aus dem Westjordanland ist.

Blöd für Herrn Malhees, gut für die Welt, denn wir lernen so viel daraus:

  1. Eine Diskriminierung aufgrund der ethnischen bzw. nationalen Herkunft widerspricht Artikel 2 der UN-Menschenrechts-Charta, aber den USA ist das wurscht, und da es auch keine Proteste von Bürgerys der USA dagegen zu geben scheint, gilt diese Feststellung nicht nur der US-Regierung, sondern den Amis in toto.
  2. Auch von der Academy, die den Preis verleiht, hat man keinen Widerspruch, keine Kritik vernommen, eine Reaktion, die man mit Zustimmung, zumindest mit Desinteresse übersetzen darf. Der "Oscar" ist also kein Preis, der sich gegen menschenrechtsfeindliche politische Vereinnahmung durch die Mächtigen sträubt. Kunst, die nicht gesellschaftskritisch sein will, ist trivial. Das ist in Bezug auf viele oscar-prämierte Filme nichts Neues, aber hier haben wir eine weitere, sehr konkrete Bestätigung.
  3. Alle Menschen, die nun weiterhin an ihrer Nominierung festhalten und sogar einen Preis entgegennehmen, signalisieren ihr aktives Einverständnis mit dem Trump-Regime. In diesem Zusammenhang verweise ich auf den Film "Taking Sides - der Fall Furtwängler" aus dem Jahre 2001, in dem es um die Verantwortung von Künstlerys in faschistischen Systemen geht. Ich gebe hiermit zu Protokoll, dass ich alle Leute, die unter derartigen Rahmenbedingungen sich nicht schämen und also weigern, einen Oscar entgegenzunehmen, zutiefst verachte.

Die gesamte Veranstaltung der Verleihung der Academy Awards ist kompromittiert. Wer das nicht versteht, hat nichts verstanden.



(KI-frei verändert via wiki commmons)
Der Trump-Award.
Wer's mag ...

  




Mittwoch, 11. März 2026

Finger weg von MEINEM Öl!

 
"Deutschland gibt Teil der nationalen Ölreserven frei" titelt der ÖRR ...

... und prompt quälen mich wieder so viele Fragen, z.B.:

Erstens: Wer ist "Deutschland"?

Bin ich auch "Deutschland"? Oder bin ich nur irgendein dahergelaufener Untertan von etwas viel Größerem, was Deutschland ist? Falls ich auch "Deutschland" bin: Hallo, Ihr habt vergessen, mich zu fragen! Ihr könnt doch nicht behaupten, ich hätte Ölreserven freigegeben, wenn ich mangels Gelegenheit gar nicht artikulieren konnte, ob ich das will oder nicht!

Zweitens: Gehe ich recht in der Annahme, dass die "nationalen Ölreserven" zumindest anteilig mit Steuermitteln, also dem Geld der Solidargemeinschaft, finanziert wurden?

Drittens: Da die Ölreserven jetzt freigegeben sind, möchte ich gerne wissen, wieviel Öl Jede und Jeder und Jedy bekommt und wo ich meinen Anteil abholen kann und was mich das dann (abzüglich der von mir via Steuern vorfinanzierten Kosten) kostet. 

Bitte ...?

Ich habe das falsch verstanden ...?

Ich bekomme gar nix ...?!!!

Die Öl-Konzerne bekommen ALLES ... ???!!!

... um das mit Mörder-Profiten, die sie natürlich weiterhin selbst festsetzen, an mich zu verkaufen???

Aha!

Viertens: Können wir, bitte, nochmal ganz genau definieren, was "Deutschland", was "nationale Reserven" und was "freigeben" eigentlich, d.h. in Wirklichkeit, d.h. jenseits des Polit-Schönsprechs bedeutet?

Fünftens: Wann genau wollen wir das kapitalistische System überwinden und durch etwas ersetzen, das unserem Grundgesetz, unserer Freiheitlich-demokratischen Grundordnung entspricht? Morgen wird knapp.

Sagen wir: Nächsten Montag? Ok, abgemacht!






(KI-frei verändert via wiki commons)
Ok, ich geb's zu: Mir gehört nicht der ganze Tank.
Aber einpaartausend Liter habe ich bezahlt.
Wo kann ich die jetzt eigentlich raffinieren lassen?
Oder muss ich auch da wieder ALLES selber machen?









Dienstag, 10. März 2026

Abgesang SPD

 

Wenn ein alter, liebgewonnener Dampfer,
ein einstmals schönes, herrliches, leistungsfähiges Schiff,
mit aller Kraft auf das erkennbar tödliche Riff,
das finale Ufer
zusteuert

und niemand an Bord den Kurs ändert,
weil niemand den Kurs nennen will
oder kann,
den Untergang zu vermeiden,

dann tut es mir leid um das schöne Schiff,
aber nicht um die feige, opportunistische Besatzung.




(KI-frei mit paint.net verändert via wiki commons)





Montag, 9. März 2026

Geniale Provokation


Neulich in irgendeinem pseudosozialen Medium aufgeschnappt:

"Der Grund, weshalb Du nicht vegan lebst:
Dir sind die Tiere scheißegal!"


Das Geniale an dieser Provokation ist: Ich werde gezwungen, genau zu untersuchen, wie ich es immer wieder schaffe, das als richtig Erkannte NICHT konsequent in Handlung umzusetzen.

Die vorläufigen Ergebnisse der Selbstanalyse sind nicht schmeichelhaft.



(via wiki commons 
keine Quellenangabe, außer "public domain")




Mittwoch, 4. März 2026

Legal, illegal, Krieg egal

 

Angriffskrieg gegen den Iran. Der Trumpismus will das Öl, spannt Netanjahu vor den Karren, damit man das Totschlagargument "Antisemitismus" bringen kann, falls jemand Menschen- und Völkerrecht ins Spiel bringt. Netanjahu braucht jeden Krieg, denn sobald um Israel herum Frieden ausbricht, muss er in den Knast, verurteilter Verbrecher, der er, genau wie Trump, ist.

Dass da Menschen sterben, huuuch, sogar vier Amis, also "richtige" Menschen, nicht nur irgendwelche Araber-Bimbos, ist aller Welt shyceegal. Aber dass hier bei uns die Benzinpreise explodieren und die Gaspreise, das ist ja voll doof.

Nein, ist es nicht. Oder höchstens nur aus der Perspektive der Kreaturen ganz unten in der Nahrungskette der Weltwirtschaft, also der berühmten 99 Prozent. Ganz oben, bei den echten Global Players der Energie-Branche, denkt man anders: "Geil, dank des us-israelischen Angriffskrieges gegen den Iran können wir so tun, als würde Öl knapp. Damit können wir weltweit Preissteigerungen verordnen, von denen wir sonst nur träumen könnten. Wir vergolden uns den Arsch."

Etwas unterhalb dieser Ebene und in anderen Marktsegmenten fürchtet man natürlich temporäre Umsatzeinbußen, weil die unteren 99 Prozent ja so arm sind, dass sie jeden Cent nur einmal ausgeben können, und wenn der für Öl draufgeht, bleibt nicht so viel für Klamotten, Essen etc. 

Überteuerter Sprit kann natürlich nur eine Zeit lang durchgehalten werden, andernfalls könnten auch die dümmsten Proleten auf die Idee kommen, dass E-Mobilität, gespeist aus erneuerbaren Energiequellen, doch keine so ganz doofe Idee ist.

Apropos "Erneuerbare": Die Spritpreise sind wesentlich, denn die sieht und spürt dy Normalverbrauchy tagtäglich. Die Energiekosten für's Heizen spürt man nur bei der Jahresabrechnung. Und die Aufmerksamkeitsspanne der 99 Prozent beträgt etwa 11 Sekunden, so what?!

Die einzig richtige Perspektive auf den Angriffskrieg gegen den Iran und überhaupt ist aber die Sicht der dominierenden Finanzkonzerne wie Blackrock, Vanguard und Konsorten. Die stehen so weit über den Dingen, dass es ihnen komplett wurscht ist, ob der Profit eher im Energiesektor oder doch eher in anderen Bereichen gemacht wird. Wen interessiert's, ob, sagen wir, Shell  oder BP oder die RWE abkacken? Erstens kann man auf den internationalen Finanzplätzen auch an abkackenden Konzernen Geld verdienen, zweitens bedeutet "Abkacken" in diesem Zusammenhang ja nur, dass Investitionsvolumina profitoptimiert von einem Ort zu einem anderen wandern. 

Oder hast Du geglaubt, die Superreichen würden ärmer, wenn die Weltwirtschaft die Grätsche macht?

Überraschenderweise steht es uns Erdnuckeln hier, am untersten Ende des Kapitalismus offen, die selbe Perspektive einzunehmen wie die ganz oben: Wir müssen einfach mit heiterer Gelassenheit hinnehmen, dass wir mehr für Sprit und Gas bezahlen müssen, und dann müssen wir

  1. brutalstmöglich auf Sprit und Gas verzichten, die Fossil-Energiekonzerne somit ganz bewusst boykottieren und
  2. da wir dennoch wahrscheinlich weniger Geld zur Verfügung haben werden, den allgemeinen Konsum radikal einschränken, und zwar dauerhaft.

Die Idee ist nicht neu und nicht von mir. Man nennt das "Konsumverzicht". Schade, dass wir 99 Prozent als Solidargemeinschaft im Gegensatz zu dem 1 Prozent zu schwach, zu feige und zu blöde sind, so etwas solidarisch durchzuziehen, die Wirkung wäre eine ungeheu're.


(1897 - via wiki commons)