Freitag, 21. August 2026

Kulmination des Kapitalismus

 

Bemerkenswert, wie die portugiesische Tourismus-Industrie herumeiert: Man greint über ausbleibendes Wachstum, als wäre ein jährliches Plus von 3 % praktisch null. Deshalb investiert man in noch mehr Bettenburgen. Gleichzeitig freut man sich über weniger Touristys - ein Widerspruch innerhalb des Artikels, aber wir kennen ja das Stichwort "Overtourism" -  und sieht die Zukunft nur noch im hochpreisigen Segment, jenseits des für die Massen erschwinglichen.

Ich habe hier schon häufiger jenen Gastronomen zitiert, der mir versicherte, ihm seien 20 reiche Gäste lieber als 200 arme.

Ich verstehe die Logik, und in der Konsequenz ist es auch völlig richtig, dass Jeff Bezos halb Venedig mieten kann, um dort eine private Feier zu veranstalten und dass der Trump-Clan us-präsidiale Macht missbraucht, um weltweit Luxusressorts zu erwerben, während bei uns die Kaufkraft der Rest-Mittelschicht in Kosten für Sprit, Gas, Sozialkürzungen und Umverteilung von unten nach oben rückstandslos verdampft wird und immer weniger Menschen sich Gedanken über lukrative Urlaubsziele machen müssen.

Die Behauptung, der Kapitalismus sei am Ende, ist völliger Quatsch. Das Gegenteil trifft zu: Der Kapitalismus kulminiert zusehends, bewegt sich störungsfrei auf seine höchste Vollendung zu. Die Feststellung "Die Reichen werden immer reicher, die Nicht-Reichen immer ärmer!" war nie so wahr, wie heute. Wir sehen einen Prozess, genauer: einen Aufschaukelungs-Kreis, eine positive Rückkopplung. Denn je reicher die Reichen werden, desto mehr Macht erhalten sie, das System zu stabilisieren, das sie immer schneller immer reicher werden lässt. 

Dieser Prozess hat kein konkretes Ziel, es gibt keine mathematisierbare Bedingung unter der wir konstatieren können, nun habe der Kapitalismus seinen Endsieg errungen.

Aber: Spätestens, wenn einem Menschen ALLES gehört, und die restlichen 10 Milliarden Menschen besitzen NICHTS, dann ist ein Endpunkt erreicht, und wir dürfen schon mal gespannt sein, was danach kommt.¹


(sehr stark verändert via wiki commons
Bearbeitung: Paint.net > KI > paint.net)



¹ Ja, natürlich könnte man das weiterspinnen, der final-superreiche Oberarsch will das Universum kaufen usw., aber wir sollten unsere Überlegungen auf Homo sapiens und den Planeten Erde beschränken. Schon damit sind wir ja intellektuell völlig überfordert.








Sonntag, 16. August 2026

Maximaler Kick: Verantwortung

 

Lese die Forderung, angesichts der brutal deutlichen Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels solle der Kanzler-Darsteller seinen Urlaub abbrechen. Was für'n Quatsch, denn

  1. was soll er denn tun?
  2. was würde er überhaupt tun wollen?
  3. welche fachliche Kompetenz hätte er einzubringen? 

Genau so quatschig ist die Schuldfrage:

  1. Die Konzerne sind nicht schuld, denn Konzerne sind hirntote, zur Schuld unfähige, also unethische Maschinen zur Profitmaximierung.
  2. Politische Parteien und Politikys sind nicht schuld, denn politische Parteien und Politikys sind hirntote, zur Schuld unfähige, also unethische Maschinen zur Erringung, zum Erhalt und zur Maximierung politischer Macht.

Das Fiese an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, dass die vollumfängliche Verantwortung¹ bei den Staatsbürgerys liegt.

Das Gute an einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, dass die vollumfängliche Verantwortung¹ bei den Staatsbürgerys liegt.

Wenn man der FDGO einen Vorwurf machen kann, dann ist das: Die Erschafferys gingen davon aus, dass die mündigen Staatsbürgerys kluge, kritische, verantwortungsbewusste, allgemeingebildete, selbstlose, empathische, solidarische Menschys seien.

Für dumme, egoistische, kleingeistige, konsumkorrumpierte Arschlöcher gibt es keine Freiheit, keine Demokratie, keine Verfassung, keine Rechtsstaatlichkeit. Sie wollen nicht denken, nicht entscheiden, keine Verantwortung. Das strengt sie zu sehr an. Darum wählen sie lieber Ober-Arschlöcher, die immer und überall bereitstehen.




(KI-frei verändert mit paint.net via wiki commons)

Der Fischadler verfügt nicht
über Fluch und Gnade,
ethische Schuld haben zu können.



¹ Man könnte auch sagen: Die Fähigkeit zur Schuld. Etwas, das nur Menschen haben und etwas, das Mensch und den Rest der Welt unterscheidet.








Freitag, 14. August 2026

Mach's Dir selbst: Teuflischer Plan zur Höllenfahrt


Ich bin ja total begeistert: 

Der Einsatz von KI bei der Textproduktion wurde allenthalben als problematisch erkannt, und schon gibt es fundierte Lösungen, die als der aktuelle heiße Scheiß gefeiert werden: Pangram, Grammarly u.v.a.m. sind KIen, die kostenlos Texte analysieren und anschließend deren vermutliche anteilige KI-Herkunft als Prozentangabe ausspucken ... und dann einen kostenpflichtigen Service anbieten, besagte Texte zu KI-humanizen, so dass niemand, auch das Analyse-Tool selbst, mehr merkt, dass es sich um KI-generierte Texte handelt.

Brilliant: KI hilft uns, Probleme zu lösen, die wir ohne KI nicht hätten, und das Geschäftsmodell der "KI-Humanizer" schöpft Profit aus dem Widerspruch, dass wir KI irgendwie voll doof finden und deshalb bereit sind, viel Geld für KI-Dienstleistungen zu bezahlen, die vertuschen, dass wir in erheblichem Umfang KI benutzen.

Ich finde dieses Geschäftsmodell deshalb brilliant, weil es menschliche Dummheit und Verlogenheit zur Quelle des Profits macht. Fundamentalistische Religionen (d.h.: alle Religionen) schöpfen ihre Macht aus ähnlichen Quellen, z.B. mit ihrem teuflischen Sex-Tabu: Alle machen's, alle leugnen's, alle zahlen irgendeinen Preis in Form von Ablass, Unterwürfigkeit, wasauchimmer. Niemand denkt über Verhaltensalternativen nach.

Das System ist selbst-stabilisierend. Und was je individuell bei KIen und Sex funktioniert, funktioniert auch beim globalen Klima: 

Wir wissen, dass wir spätestens vor 30 Jahren hätten radikal umsteuern müssen, aber selbst heute, da uns - wie prognostiziert - das Klima um die Ohren fliegt, wird öffentlich verdammt und gevierteilt, wer Verhaltensänderung, De-growth, Suffizienz vorschlägt. Stattdessen werden als Antwort auf die Dürre künftig Flussbetten gesprengt und vertieft, was ja bekanntlich schon bei der Elbe so völlig daneben ging und im Sinne der Wasserhaltekapazität von Landschaften diametral kontraproduktiv ist.

Würden die unfassbaren Summen, die jetzt in die sogenannten "Klimaanpassungsmaßnahmen" (was für ein teuflisch-dummes Wort!) gesteckt werden, in einen vernunftbasierten Umbau der Gesellschaft investiert, wär's schlauer. Aber wir belügen uns lieber und zahlen einen irrsinnigen Preis, als dass wir unser Verhalten kritisch reflektieren und also ändern.

In "Faust I" wettet der Teufel auf die Dummheit und Verlogenheit der Menschen. Goethe rettet die Geschichte am Ende von "Faust II" mit einem deus ex machina. Bei uns wird das anders enden: Die Super-Reichen werden sich von den Folgen des Klimawandels noch eine Zeit lang (!) freikaufen können. Mittelstand und Arme schmoren dann schon längst in der Hölle und maulen über die unerträgliche Hitze.


(via wiki commons: Gründgens als Mephisto, 1960)

I feel you, Mephisto!













Dienstag, 4. August 2026

Ikone unserer Idiotie

 

(stark verändert und ästhetisiert via wiki commons, keine KI, nur paint.net.)

Eine Ikone unserer Idiotie:

Weil wir mit unserem selbstmörderisch-opulenten Lebensstil die Klimaerwärmung so befeuern, dass aufgrund der Extremwetterlagen Dürren entstehen und Flüsse austrocknen, sprengen wir neue Flussbetten, damit Atomkraftwerke gekühlt werden können, deren Müll uns für Jahrhundertausende vor Entsorgungsprobleme stellen wird, die wir uns kaum ausmalen können. Ohne Atomkraftwerke scheint aber der Lebensstil, der Ursache für den ganzen Scheiß ist, nicht durchhaltbar.

Wir könnten natürlich auch mal drüber nachdenken, ob das mit unserem Lebensstil so eine tolle Idee ist, aber das tun wir nicht, weil Bequemlichkeit und Geldgier dagegen sprechen. Lieber sprengen wir die Donau aus der Bahn.

Ich würde so gerne die Hoffnung haben, wir könnten dazulernen, aber die Zeiten, sie sind nicht so.


 




Sonntag, 2. August 2026

KI-Manifest für diesen Blog

 

Texte: 

Es gibt hier keine KI-Texte. Es gibt hier ausschließlich Texte, die von der ersten Idee bis zum humpfzigsten Korrekturlesen, vom ersten bis zum letzten Zeichen von mir gemacht sind. Kein Text ist auch nur in die Nähe von KI gekommen. Für mich eine Frage der Schreibenden-Ehre. Ja, ich bin altmodisch, aber das sind Geigenbauerys auch.


Bilder:

A.) Rohe Bilder:
Meine Fotos, z.B. die Fliege-Bilder, sind im Regelfall unbearbeitet. Ich reduziere allerdings oft die Größe, um die Ladezeiten zu verkürzen. Manchmal wähle ich auch nur Ausschnitte aus. In seltenen Fällen begradige ich bei den Fliege-Bildern die Horizont-Linie, wenn das Foto den Eindruck erweckt, ich würde Kunstflug betreiben oder im Luftkampf mit 6 G einen Gegner auskurven wollen. Meistens habe ich dann nur die Kamera schief gehalten.

Für derartige Bild-Korrekturen benutze ich immer paint.net, ein Programm, so komplex wie eine Keule.

B.) Bearbeitete Bilder:
Auch wenn die Bilder von wiki commons gemeinfrei sind, verfremde ich sie gerne, z.B. in Farbe und Kontrast mit Hilfe paint.nets. Auf jeden Fall gebe ich die Quelle an. Bilder aus anderen Quellen verändere ich so stark nach meinem ästhetischen Gutdünken, dass ich sie zu etwas Eigenem mache. Das befriedigt mich ästhetisch und vermeidet Copyright-Komplikationen. Oft stehen auch einfache Handskizzen (Bleistift auf Papier, die Älteren werden sich erinnern) am Anfang.

Diese Form der Bearbeitung dieser Bilder beginnt mit paint.net, gelegentlich ergänzt durch ein Grafik-Tablett. Dann kann (oder auch nicht) ein Schritt folgen, in dem ich das Halbfertigprodukt mithilfe einer KI in einen anderen Malstil übertrage. Derzeit fahre ich z.B. voll auf Linolschnitt ab. Auf jeden Fall geschieht die finale Bearbeitung wieder mit paint.net. 

Das fertige Bild muss mir das Gefühl geben, von Anfang bis Ende "mein Bild" zu sein. Die KI darf beim Schaffensprozess bestenfalls die Rolle eines recht komfortablen Malprogramms einnehmen. Wer Erfahrungen in Ölmalerei hat, weiß, was es bedeutet, ein Bild "totzumalen". Man kann ein Bild auch "tot-KI-en". In beiden Fällen kannste das Werk nur noch wegschmeißen. Ich weiß, wovon ich rede... 

Ansonsten: Ich achte sehr darauf, in jeder Bildbeschriftung ausdrücklich darauf hinzuweisen, falls KI im Spiel war. 

C.) Bilder, die es hier nicht gibt:
Reine KI-Schöpfungen, d.h. Bilder, deren Existenz mit einem Prompt beginnt.
Bilder deren Inhalt irreführend / verfälschend / verlogen ... etc. ist. Abscheulich! Und wahrscheinlich der Untergang der Kultur, wie wir sie kennen.




(via wiki commons)

Ich mein', bei Klimt, da siehste sofort,
dass der mit KI rumgemacht hat.
Kann ja gar nich' anders sein.








Freitag, 31. Juli 2026

Opa erzählt ...

 

Manchmal sehne ich mich nach einer Partei wie die SPD der späten 1960er und frühen 1970er Jahre ... Nee, das stimmt nicht: Ich sehne mich nach Politikys wie Willy Brandt und Helmut Schmidt, wie Bahr und Wisniewski. Dabei bin ich nicht so naiv, anzunehmen, diese Herrschaften hätten keinen Dreck am Stecken, wären nicht machtgeil gewesen u.v.a.m. 

Aber:

Sie blieben - in ihrer politischen Verantwortlichkeit¹ - stets moralisch integer, und die einzige Lobby, der sie sich verpflichtet fühlten, waren die abhängig Knechtenden und nicht, wie heute, die mächtigen Konzerne.

Brandt hatte den Friedensnobelpreis redlich verdient. Und Schmidt hat zwar bei der Sturmflutkatastrophe 1962 ganz bewusst seine Kompetenzen überschritten und als Hamburger Innensenator grundgesetzwidrig (!) die Bundeswehr (!!) für zivile Aufgaben (!!!) eingesetzt, aber niemand fand das schlimm, weil man damals™️Politikys nicht grundsätzlich verdächtigen musste, ausschließlich aus krankhaftem Egoismus und Machtgeilheit zu handeln.²

Wenn damals™️ einy Politiky öffentlich gegen unser Grundgesetz, gegen unsere Verfassung verstieß, dann war das so unfassbar schlimm, dass wir alle gedacht haben: "Okay, entweder hat er/sie echt gute Gründe oder sie/er geht lebenslänglich in den Knast, wird mitsamt seiner/ihrer Partei NIEMALS wiedergewählt!" Man nannte das "Vertrauen" und "Demokratische Verantwortung". Heute verstoßen Politikys routiniert gegen das Grundgesetz, wenn es der befehlshabenden Lobby so gefällt, und wir reagieren nur mit allgemeiner Politikverdrossenheit, haben uns dran gewöhnt und verachten sowohl ausnahmslos alle Politikys als auch alle Lobbyistys, was die aber überhaupt nicht juckt. 

Verachtung ändert ja nichts an den Machtverhältnissen. Das war früher ™️anders.

Brandt und Schmidt sind natürlich nur prominente Beispiele, und ganz zweifellos idealisiere ich hier auch ein bisschen, um klarzumachen, worum es mir geht: Ich achte und schätze ihre Fähigkeit, uneigennützige, verantwortliche Entscheidungen zu treffen, die sie möglicherweise den Kopf kosten könnten. 

Und ich achte und schätze, dass sie sich auch für die Schwachen eingesetzt haben³.


Bundeswehr-Einsatz Strumflut 1962, 
per paint.net verändert via wiki commons


¹ Ich betone das, weil im privaten, menschlichen Bereich ... muss man da wohl ... genauer hinsehen ...

² Man vergleiche z.B. Spahn und die Maskendeals. 

³ Ja, ich weiß: Bei Schmidt war das nur undeutlich erkennbar.







Montag, 27. Juli 2026

Der Dampfdruck steigt.

 

Früher™️ dachte ich gelegentlich, man müsste mal eine Viertelstunde Zeit haben, mit Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler oder sonstigen Hochwichtigen unter vier Augen zu sprechen.

Inzwischen weiß ich: Bestünde die Möglichkeit, dass diese Leute unter dem Eindruck stichhaltiger Argumente ihre Meinung oder, mehr noch, ihr Verhalten ändern würden, dann wären sie nicht durch die Selektions-Hölle parteipolitischer Hierarchie-Ebenen dorthin aufgestiegen, wo sie jetzt sind.

Ich habe nicht mehr das Bedürfnis mit Merz, Klingbeil, Linnemann, Amthor, Bas, Söder oder sonstwem aus dieser Mischpoke zu reden. Sie sind allesamt voll-immunisiert gegen Vernunft, Empathie und Ethik. Es gibt keinen Kanal mehr zwischen den Herrschenden und den Beherrschten, keine gemeinsame Sprache, keine gemeinsame Kultur.

Erbärmlichkeit allenthalben. Man könnte resignieren, wäre da nicht die ernstzunehmenden Gefahr, dass sich der Konflikt eines Tages explosionsartig entlädt.



Rumänien 1989
-via wiki commons - mit paint.net, dann Linolschnitt-Style via KI, dann nochmal paint.net







Samstag, 25. Juli 2026

Nur wieder Fliege-Fottos

 

Nach viereinhalb Wochen gefühlter Ewigkeit gestern wieder Luft unterm Flügel. Klimawandel und Extremwetter bedeutet auch stabilere, kräftigere Luftdrucklagen, bedeutet dauerhaft stärkerer Gradienten-Wind. Für Sensibelchen wie mein 120-kg-Trike nicht so angenehm. Und wenn dann noch der Anlasser die Grätsche macht und ersetzt werden muss ... Merde!




↓ Aber nun ist er wieder da, der Gartenstuhl am Himmel! Die Verteilung von Sonnenlicht und Wolkenschatten hebt die Weite der Landschaft hervor.



↓ Rein anekdotisch: Wasserskianlage.



↓ Der skeptische Blick besagt, Hackfresse denkt gerade darüber nach, warum er praktisch nie Selfies macht, außer beim Fliegen. Die Antwort: Über 30 Jahre meines Lebens habe ich damit vergeudet, nur vom Fliegen zu träumen. Offenbar muss ich mir deshalb immer wieder selbst klar machen, dass der Traum wahr geworden ist, beinahe etwas Routiniertes geworden ist.








Freitag, 24. Juli 2026

Beängstigend: Die Gewissensfrage.


Mein Festhalten an der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung wird immer verzweifelter, aber auch störrischer.

Meine eigenen Gedanken erschrecken mich: 

  1. Wir haben eine Bundesregierung, die mit ständig zunehmender Offenheit und Brutalität GG und FDGO ignoriert und de facto außer Kraft setzt.
  2. Art 20,4 GG sagt: "Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist."
  3. Bislang war ich davon ausgegangen, dass irgendwelche staatliche Stellen entscheiden würden, wann Art 20,4 GG anzuwenden ist. 
  4. Da aber gerade die "Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung" (Art 20,2 GG), also die Legislative und/oder Exekutive und/oder Judikative, Ursache des Problems sind, ist von dieser Seite kein Aufruf zum Widerstand zu erwarten, und es steht auch nirgendwo, dass dieser Aufruf behördlicherseits erfolgen muss. (Auch, wenn wir Doitschys das natürlich am liebsten hätten ...)
  5. Das bedeutet: Jedy Deutschy kann und soll gegebenenfalls Art 20,4 in Kraft setzen. Für Leute wie mich, die (mehrfach) in ihrem Leben einen Eid auf unsere Verfassung geleistet haben, ist das nicht nur ein Recht, sondern eine staatsbürgerliche Pflicht.

Was mich so erschreckt, ist, dass ich eine Situation auf mich zurollen sehe, in der ich entweder Mitläufer in einem antidemokratischen System werde oder endlich mit dem Arsch hochkomme und mich auf aktiven Widerstand im Sinne Art 20,4 GG vorbereite. Wenn mein ganzes freiheitlich-demokratisches Geschwurbel der letzten Jahre mehr ist als nur Geschwurbel, dann wird's jetzt Zeit zum Handeln.

...

Ich habe kurz nachgedacht und präzisiere den letzten Satz:

Was mich so erschreckt, ist, dass ich, wenn die Dinge so weiterlaufen wie bisher, demnächst sehr explizit und definitiv darüber belehrt werde, ob ich mutig oder feige bin.

Die Zeit, sich wegzuducken, Entscheidungen aufzuschieben, sich durchzuaalen, ist vorbei. Schade eigentlich.


  • "Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut!" (Valentin, K.)






Freitag, 17. Juli 2026

Lokalisierung des Problems

 

Damit die Diskussion um Spahns Leihmutterschafts-Baby nicht schief läuft: 

  • Es geht nicht ums Baby, denn das ist ja total unschuldig und eigentlich nur bedauernswert. 
  • Es geht auch nicht um Jens Spahn, denn der ist einfach nur ein durch und durch unmoralischer, machtgeiler Egomane, und davon gibt es Milliarden, austauschbar. Aber er ist ein gutes schlechtes Beispiel.
  • Es geht darum, dass Spahn offenbar sicher war, er sei befugt, Gesetze zu ignorieren, die er selbst und seine Partei vehement gefordert hatten.
  • Es geht darum, dass er überzeugt ist, Gesetze, die für das gemeine Volk erlassen wurden, würden für ihn selbstverständlich nicht gelten. Er empfindet keine Scham, sieht keine Notwendigkeit, sein Handeln zu kaschieren oder wenigstens zu erklären.
  • Es geht darum, dass das ein allgemeiner Trend ist. Seit den Lügen und Erinnerungslücken von Strauß, Kohl, Schäuble, Scholz wird die Unfähigkeit zur Scham ob der nachgewiesenen Lügerei, der eigenen Geld- und Machtgeilheit auch bei uns immer salonfähiger, immer gewöhnlicher, mit einem vorläufigen Negativ-Peak durch das Vorbild der Trump-Junta.
  • Am schlimmsten: Es geht darum, dass die prominenten scham-unfähigen Oberarschlöcher dieser Welt nicht nur nie die Rechnung für ihr anti-ethisches Verhalten bekommen, sondern, im Gegenteil, wegen ihrer kackdreist ausgelebten Psychopathologie von den idiotischen Massen auch noch als "Macher" und "tough guys" bewundert werden. 
  • Diese Masse von Idioten, das ist das Problem!

...


Mööööh, schon wieder so ein deprimierender Anlass. Da muss ein Ausgleich nachgereicht werden:

Gestern habe ich erstmals in meinem Leben den Startermotor für das Triebwerk meines Flugzeuges ausgetauscht! Ich bin sehr stolz auf mich! 

Guuut, man könnte auch sagen: "Ich habe den Anlasser bei einem Motor für einen Aufsitzmäher ausgetauscht", denn der Briggs&Stratton ist nun mal ursprünglich ein Rasenmäher-Motor, aber das klingt wie "Ich habe 'n Rasenmäher repariert." Die Diktion des ersten Satzes entspricht viel mehr meinem Stolz, sowas ganz selbständig (und nicht ohne technische Finesse) hingekriegt zu haben.



Das Photo habe ich gemacht und mit Paint.net bearbeitet.
Zur Farbverteilung und der Linolschnitt-Struktur habe ich KI beauftragt.


Der Anlasser ist das schwarze Teil unterhalb des Zylinders.






Donnerstag, 16. Juli 2026

Innenansichten eines Teilzeit-Zombies

 

Es ist ja nicht so,
dass ich prinzipiell zum Menschenhasser werde,
es ist nur so,
dass die menschliche Öffentlichkeit
mir immer mehr zum Kotzfaktor wird.


Im Privaten und sogar im Rahmen meines Mini-Jobs genieße ich den Umgang mit Menschen sehr, ich glaube sogar: zunehmend.

Aber gerade musste ich einen alltäglichen Einkauf machen, und die Menschen erschienen mir abweisend, grau, ausgebrannt, ohne Freundlichkeit, bestenfalls mit antrainierter Höflichkeit und mühsam kontrollierter Neutralität in Mimik und Gestik.

Ich weiß: Ich selbst passte perfekt in dieses Zombie-Jamboree im morgendlichen Supermarkt. Und die Menschen um mich herum hatten gewiss auch nur den Wunsch, diesem grauen Grauen aus schlecht verhohlener sozialer Lustlosigkeit und Entnervtheit zu entfliehen, zurück in eine zugewandt sie umfangende Privatheit.


Okeee, ich gebe zu, dass ich hier verhältnismäßig viel KI eingesetzt habe.
Aber auch ebensoviel paint.net.

Heute im Supermarkt.






Montag, 13. Juli 2026

Meine Wut über das fortgesetzte Totalversagen der SPD

 

Wir sollten aufhören, von "den Sozis" zu reden, wenn wir die mafiose Vereinigung seelenloser, korrupter, machtgeiler Polit-Zombies meinen, die sich derzeit anmaßt, Sozialdemokratie zu betreiben. Sie verdienen schon seit Jahrzehnten nicht mehr, in einer Reihe mit jenen genannt zu werden, die seit Bismarcks „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ mit hohem Einsatz für die Rechte der sozial Benachteiligten gekämpft haben.

Die klassische Sozialdemokratie ist überflüssig geworden, weil ihre klassische Klientel verdampft ist: Weder gibt es ein notleidendes Proletariat, noch die stolzen Arbeitys, noch die klassenbewussten "kleinen und mittleren" Angestellten. Übriggblieben ist eine Schicht abhängig Beschäftigter, die in einer Halbwelt zwischen Aufstiegserwartungen und satter Selbstzufriedenheit leben, korrumpiert durch Brot & Spiele und vollverblödet durch SM, und die unsolidarisch, unverantwortlich, egomanisch ist und die "Demokratie" mit "Wähl'-Dich-reich!" verwechselt und deshalb kein Problem hat, CxU Autokraten und Faschisten zu wählen.

Künftig wird es nur noch zwei Klassen von Menschen geben: Die Superreichen, vielleicht ein bis drei Prozent der Weltbevölkerung, und die Morlocks. Letztere müssen bei Laune gehalten werden, was dank medialer Hirnwäsche allzu einfach ist, und sie müssen so gesund und lebensfähig sein, dass sie den Verwertungsinteressen der Superreichen entsprechen können. Hohe Lebenserwartung ist dafür nicht nötig, und der Wert des Individuums ist bei neun Milliarden (demnächst elf) Stück auch nicht gerade hoch. So will es das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Hm.

Gedanken verfertigt man beim Schreiben.¹ Ich stelle gerade fest, dass meine Wut über den Untergang der SPD und die Implosion ihrer Klientel eigentlich die Trauer über das Ende des rechtsstaatlichen, sozialen und demokratischen Projektes ist. 

Begonnen als Wutrede, endet der Text als Schwanengesang. 

Kackshyce!



Der sterbende Schwan, nach Foto Pavlova, 1904, 
(stark verändert via wiki commons => paint.net => KI => paint.net)



¹ Sehr frei nach Kleist.






Freitag, 3. Juli 2026

Noch ein Versuch zur Beantwortung fälliger Enkelfragen

 

Liebe Nachkommys, nach bestem Wissen und Gewissen will ich Euch Hinweise darauf geben, warum wir Euch nicht nur einen völlig kaputten Planeten, sondern auch eine faschistische Regierung hinterlassen haben.

Sommer 2026:

Die CDU sagt: "Alle Doitschen, bis auf die paar Super-Reichen, sind faule, behäbige Drecksäcke und schuld daran, dass die Reichen nicht noch schneller immer reicher werden!"

Die CSU sagt: "Stimmt, aber was für die Doitschen gilt, gilt natürlich nicht für Baiern!"

Die SPD sagt: "brubbel, brubbel, bssss, bssss, ... eigentlich müssten wir ja, aber ... bssss, bssss, ... zu feige ... bssss, brubbel, brubbel, ... was die CDU sagt, stimmt ... bssss, bssss ...können wir nix gegen sagen, konnten wir ja noch nie ..."

Die Grünen sagen: "Wir sagen da nix zu, kriegen ja doch immer nur auffe Fresse."

Die Linken sagen: "Hu! Ha! Hu! Ja, nee, und so weiter!"

Die AfD sagt: "Alle Bio-Doitschen sind voll die Mega-Helden! Wählt uns, denn WIR mögen Euch, nehmen Euch an, schenken Euch Aufmerksamkeit. Ist zwar alles gelogen, aber egal. Ansonsten müssen wir einfach nur die Zeit abwettern, die diese Regierung noch braucht, um auch die letzten Wählys abzuschrecken, zu beleidigen, zu enttäuschen. Die reiten die Demokratie so dermaßen in die Scheiße, wie wir das NIEMALS hingekriegt hätten. Der Schoß ist fruchtbar noch, und wie vor 100 Jahren wird uns diese Frucht ganz von selbst in die Hände fallen, wenn wir jetzt keine größeren Fehler mehr machen ..."

Tja, liebe Enkel, so war das damals. Unfassbar, oder?



(verändert via wiki commons)
Äh, das Bild ist jetzt nicht der Höcke,
das ist der andere Knallkopp ...
fängt auch mit "H" an.
Ich komm' gleich drauf.






Dienstag, 30. Juni 2026

Wir danken der Fußball-Nationalmannschaft von Paraguay!

 

Klamm-, nee: Unheimliche Freude!

Tottschlaaant is' raus.

Gegen Paraguay.


Ich freue mich immer,

wenn Arroganz 

und Siegesgewissheit

und Pay-to-win

auf die Fresse fliegen.




(Stark verändert via wiki commons
Erst mit paint.net, dann mit KI [Linolschnitt], zum Schluss wieder paint.net.)

Ich mag die Person ganz links!





Samstag, 27. Juni 2026

Doitsche Kernkompetenz: Hirnloses Selbstmitleid

 

Was wir Menschen richtig gut können:

  1. Eine selbstverursachte Katastrophe heranrasen sehen.
  2. Die vernunftgegebenen, zwingenden Verhaltensänderungen jahrzehntelang vehement ablehnen und sich allzu schnell überreden lassen, das werde schon nicht ... und früher war's ja auch nicht ...
  3. Und wenn die Kacke dann am Dampfen ist, mit Verwunderung und quengeligem Selbstmitleid ("Davon haben wir gar nix gewusst!") reagieren.
  4. Mit vollidiotischer Unlogik die Schuld irgendwo anders suchen, gerne bei sozial Schwächeren.

Ich lese / sehe die aktuelle "Hitze-Katastrophen"-Berichterstattung, und mir fällt auf, wie wenig über die anthropogenen Ursachen gesagt wird, wie wenig Forderungen nach Verhaltensänderungen, nun aber mal ernsthaft und ganz konsequent, erhoben werden.

Ich sage voraus: Sobald die Tageshöchstwerte unter 27 °C sinken, wird ALLES vergessen sein. Die fossilen Autos werden weiterhin rollen, die Ferienflieger weiterhin fliegen, der Konsum weiterhin wachsen, die Reichen weiterhin immer reicher. Die links-grünen Ökos werden weiterhin an allem schuld sein. 

Und wer den Menschys erklärt, man könne, ja, müsse genauso weitermachen wie seit 300 Jahren, wird geliebt und gewählt und verehrt und er-mächtigt.

Und wer an die Vernunft appelliert oder gar Verzicht fordert, weil es kein unbegrenztes Wachstum angesichts begrenzter Ressourcen geben könne, wird auf dem SM-Scheiterhaufen verbrannt.  


↓ Doitsche Kernkompetenz:↓
Hinterher belämmert dastehen und doof gucken.
Aber vorher von nix gewusst haben wollen.


(via wiki commons)






Samstag, 20. Juni 2026

Unsere Verantwortung, Tag für Tag

 

Heute frühmorgens in den Getränkemarkt, in der Absicht, meine Biervorräte wiederherzustellen. Sehe die explodierten Preise, sage "Borh!" und verzichte, wende mich mit leerem Einkaufswagen zum Ausgang. Die als mürrische Menschenfeindin und Kundenhasserin bekannte Mitarbeiterin erläutert aggressiv und unaufgefordert: "Tja, bei dem Wetter wollen alle Leute Bier. Da zahlt man dann eben mehr." Ich antworte: "Ich nicht." und gehe.

Abgesehen von dem dümmlich-arroganten Kotz-Ton hat die Dame natürlich recht: Wir, die Kundys machen die Preise! Wenn wir hinnehmen, dass eine Kiste Jepi 0,33 plötzlich 18,99 plus Pfand kostet, wenn wir trotz dieses Wucherpreises kaufen, dann dürfen wir nicht den Konzernen die Schuld geben. Konzerne sind hirntote, seelenlose Profit-Maschinen. 

WIR entscheiden, was wir ihnen durchgehen lassen. Das gilt für gewohnte Biersorten, das gilt aber auch für Finanzdienstleistungen, Cloud- und KI-Nutzung, den Boykott oder Nicht-Boykott von Waren aus menschenverachtenden Umfeldern usw. usw. 

Milliardär, Billionär wird man nicht durch Arbeit. Nur durch die stumpfe Ignoranz der 99 Prozent.

So einfach.

Ich sauf' jetzt erstmal statt Bier meine weniger erlesenen Weinreserven. Als Schorle mit Wasser und Eis. Ist auch lecker.


(Rotweinschorle - via wiki commons - verändert mit Paint.net, dann mit einer KI, zum Schluss wieder Paint.net.)





Montag, 15. Juni 2026

Was bleibt?

 

Frage: Was bliebe von Online-Portalen wie tagesschau.de, heute.de, dw.de usw. übrig, wenn ich folgende Inhalte als allseits bekannt voraussetzte:

  1. Trump ist ein Arschloch, und alle Welt kriecht rein.
  2. Merz und seine Arschkrampen sind inkompetente, windelweiche, opportunistische, verlogene Kapitalistenknechtys.
  3. Unser Land wird nicht im Sinne der FDGO regiert, sondern von Lobby-Verbänden, die das ausschließliche Ziel haben, die Profite ihrer jeweiligen Klientel zu maximieren und die Kosten dafür der Allgemeinheit überzubügeln.
  4. Es ist Fußball-WM: Tschlaaandt!!!, Tschlaaandt!!!; Tschlaaandt!!!

Und wenn nicht Fußball-WM ist, dann ist halbtoter Wal oder die Russen kommen oder unsere Kinder werden immer dümmer / aufsässiger / fauler oder Alles zusammen. 

Warum lese ich diesen Schafschyce jeden Morgen?! 

Es ist wie die Zeugenschaft bei einem Unfall: Schrecklich, aber Du kannst nicht wegschauen.


(via wiki commons, verändert mit paint.net, Färbung mithilfe KI, dann nochmal paint.net.)







Sonntag, 14. Juni 2026

Nennt mich "Elitären Drecksack"!

 

Gerade kurz unterwegs gewesen. Es fahren doch tatsächlich Leute mit Tschlant-Fähnchen am Auto durch die Gegend. Als wäre Fußball-WM wie vor 40 Jahren. Als wäre der "Sport" nicht längst unter Megatonnen hirntoter Macht- und Profitgeilheit erstickt und begraben.





Ich weiß, als Tao-Übender versage ich gerade total,
aber ich spüre nur noch Verachtung und Mitleid.








Dienstag, 9. Juni 2026

FCAS interruptus

Liebes Tagebuch!

Heute habe ich gelernt: Die europäische Aufrüstung ist total wichtig! Aufrüstung ist so wichtig, man kann gar nicht genug aufrüsten. Die Russen kommen, das war schon immer so, die Amis gehen, das ist ganz schlimm. Kann auch sein, dass die Amis kommen, das wäre auch schlimm. Und der Iran und die Chinesen, die kommen auch! Alle zusammen! Hierher! 

Deshalb müssen wir rüsten, kriegsbereit, kriegswillig, kriegsgeil werden, damit die Anderen sich gehörig in Acht nehmen und so weiter.

Aber:

Es bringt ja überhaupt nichts, die Muschkoten aller Völker gegeneinander aufzuhetzen, wenn niemand damit Profite erzielt. Kriege für Nichts zu führen, für irgendwelchen ethischen Schwachsinn, Freiheit, Demokratie, Mädchenschulen und Brunnenbau am Hindukusch usw., ist doch total blödsinnig, wenn niemand profitiert. Ich meine, niemand Wichtiges, also Konzerne, Superreiche, also richtige, wichtige Menschen.

Das haben jetzt auch die staatstragenden Rüstungsschmieden Dassault und Airbus festgestellt und ganz sachlich und logisch reagiert. Das Kampfjet-Projekt FCAS war so wichtig, dass von den Herrschenden in Frankreich, Deutschland und (ein bisschen) Spanien dafür 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden. Dann haben die beteiligten Konzerne aber ausgerechnet, dass niemand damit so richtig, richtig fett absahnen könnte, sondern alle nur so dreiviertel-fett, und plötzlich war das Problem mit den Russen, den Amis, den Chinesen und Iranern gar nicht mehr auf dem Zettel.

Niemand ist in Panik und / oder Existenzangst und / oder Verzweiflung versunken, da wir ja nun ab 2040 ohne FCAS, also praktisch nackt dastehen werden. Auch die Presseöffentlichkeit reagiert praktisch überhaupt nicht, nicht mal die Wirtschaftsportale, wohlwissend, dass die deutschen Konzerne dann eben anders gepampert werden. Wahrscheinlich springt nach dem Scheitern der Kooperation mit Frankreich noch viel mehr Kohle für Dassault und für Airbus Doitschland raus ...

Mich lässt diese Geschichte in einer kognitiven Dissonanz zurück:

Entweder FCAS war für unsere gemeinsame Verteidigung mega-wichtig, dann wären die 500 Milliarden Euro vielleicht zu rechtfertigen gewesen und das Scheitern des Projektes wäre hochproblematisch für alle Beteiligten.

Oder FCAS war militärstrategisch gar nicht wichtig (und die allseits lässigen und überhaupt nicht verzweifelten Reaktionen lassen darauf schließen), dann hat man uns also wieder mal belogen und betrogen und wollte nur den je eigenen Rüstungskonzernen den Arsch vergolden.

Was ist plausibler? Muss ich drüber nachdenken.




Ich merke: Wenn ich derartige Graphiken sehe,
dann macht mich das total kriegsgeil!
Da krieg' ich direkt 'ne Erektion. 

FCAS-Schemazeichnung,
stark verändert mit paint.net, dann Gemini, dann wieder paint.net.







Dienstag, 2. Juni 2026

Tabulose Katzenbilder! ... Ach nee: Aeronautische Denkwürdigkeiten


Das Licht war gestern nicht so schön, aber die Luft friedlich wie lange nicht.


↓ Das Großlager eines namhaften Einzelhandelskonzerns. Ich mache mir die Zahl der 40-Tonner bewusst und denke, dass jede allgemeine Klage, uns ginge es schlecht, erbärmlich ist. ↓

 



↓ Da ich gestern kein spezielles Ziel hatte, sondern einfach nur luftwandeln wollte, folgte ich zeitweise mir bekannten Straßen. An der markierten Stelle bin ich Anfang des Jahres in einer temporären 30er-Zone übel geblitzt worden. Diebische Freude, als ich nun mit sagenhaften 72 km/h über Grund dieselbe Stelle passierte und mich eine halbe Sekunde lang bei dem Gefühl ertappte: "Ihr könnt mir gar nichts, HARRHARR! Ich bin ein fliegender Rebell!" Selbstbeobachtung kann VOLL peinlich sein. ↓



↓ Eine frisch verlegte Stromleitung kontrastiert mit den frischgepflügten Äckern. Die Farbschattierungen der Felder laden zur Fantasiereise über ihr Zustandekommen ein. ↓



↓ Und ich sach noch, die Farbe des Wassers ist mega-kitschig, sach ich noch ... Ok, eigentlich fand ich's nur spannend, die Unterwasser-Strukturen festzuhalten, die man vom Boden aus gar nicht erkennt. ↓



↓ Zum Schluss noch was Fröhliches. Eigentlich wollte ich nur das Binnenschiff auf dem Küstenkanal knipsen, dann entdeckte ich die wohlversteckte Massentierhaltungs-Anlage. Leider fand ich keine weiteren Informationen, und die KI versagte total und erriet selbstbewusst diverse Flugplätze, Schieß-Ranges etc. Ich sach ma' so: Wenn da Geflügel gehalten wird, steht auf der Verpackung wahrscheinlich eine Code-Nummer, die mit "3" beginnt; wenn da Schweine gehalten werden, tippe ich auf Haltungsform 1, was bedeutet, dass ein Mastschwein von 50 bis 110 kg 0,75 m² Lebensraum hat. Das entspricht der Fläche von drei Blättern DIN A2. Ja, das ist in Dottschlnt erlaubt. Guten Appetit. ↓