Dienstag, 13. Januar 2026

Analyse des Horrors

 

Aus gegebenem Anlass präzisiere ich nochmals die Gründe für mein Entsetzen über die laufenden politischen Entwicklungen:

Ich bin NICHT entsetzt darüber, dass Trump ein Psychopathen-Arschloch ist. Davon gibt es viele, wir würden ja nie fertig werden mit dem Entsetzt-Sein.

Ich bin NICHT entsetzt darüber, dass Trump sein Psychopathen-Arschloch-Sein umsetzt. Es war von Anfang an klar, was er beabsichtigt, und jetzt so zu tun als sei man verblüfft, ist entweder Ausdruck immenser Blödheit oder ekelerregender Heuchelei.

Ich bin allerdings entsetzt darüber, wie die Welt wieder einmal reagiert, besser: nicht reagiert. Das Psychopathen-Arschloch bedroht einen NATO-Staat. Reaktion? "Hm, reden wir drüber... Jaja, Grönland ist gefährdet, ganz unrecht hat er nicht ... hm ..." Oder Venezuela: "Die Lage ist komplex..." Ja, wenn man ein prinzipienloser Opportunist ist, dann ist es komplex. Für normale Menschen ist der Fall klar. Für die Konzerne übrigens auch: Konzerne kennen kein Europa und keine Loyalität. Wenn Trump Grönland überfällt, dann fragen sie nach dem für sie möglichen Profit, nicht nach Ethik.

Politikys und Konzerne sind ausnahmslos - und mittlerweile: per definitionem - der Abschaum der Menschheit: Maximal korrupt, maximal egoistisch, nur noch Ratten in der Bildsäule. Der Rest der Menschheit ist mehrheitlich auch nur noch Abschaum, obendrein zu doof und zu feige, um als Politiky oder Konzernschranze aufzusteigen. Statt krankhafter Gier nach Geld und / oder Macht sind wir nur hirntot konsumgeil. 

Unter dem Abschaum müsste in der Logik der Metapher allerdings irgendwo Most sein, oder?

Hat da jemand zielführende Hinweise? Ich verliere allmählich meine Hoffnung.


(verändert via wiki commons)
Nur noch Faulgase, ganz bis zum Grund.