Freitag, 17. Juli 2026

Lokalisierung des Problems

 

Damit die Diskussion um Spahns Leihmutterschafts-Baby nicht schief läuft: 

  • Es geht nicht ums Baby, denn das ist ja total unschuldig und eigentlich nur bedauernswert. 
  • Es geht auch nicht um Jens Spahn, denn der ist einfach nur ein durch und durch unmoralischer, machtgeiler Egomane, und davon gibt es Milliarden, austauschbar. Aber er ist ein gutes schlechtes Beispiel.
  • Es geht darum, dass Spahn offenbar sicher war, er sei befugt, Gesetze zu ignorieren, die er selbst und seine Partei vehement gefordert hatten.
  • Es geht darum, dass er überzeugt ist, Gesetze, die für das gemeine Volk erlassen wurden, würden für ihn selbstverständlich nicht gelten. Er empfindet keine Scham, sieht keine Notwendigkeit, sein Handeln zu kaschieren oder wenigstens zu erklären.
  • Es geht darum, dass das ein allgemeiner Trend ist. Seit den Lügen und Erinnerungslücken von Strauß, Kohl, Schäuble, Scholz wird die Unfähigkeit zur Scham ob der nachgewiesenen Lügerei, der eigenen Geld- und Machtgeilheit auch bei uns immer salonfähiger, immer gewöhnlicher, mit einem vorläufigen Negativ-Peak durch das Vorbild der Trump-Junta.
  • Am schlimmsten: Es geht darum, dass die prominenten scham-unfähigen Oberarschlöcher dieser Welt nicht nur nie die Rechnung für ihr anti-ethisches Verhalten bekommen, sondern, im Gegenteil, wegen ihrer kackdreist ausgelebten Psychopathologie von den idiotischen Massen auch noch als "Macher" und "tough guys" bewundert werden. 
  • Diese Masse von Idioten, das ist das Problem!

...


Mööööh, schon wieder so ein deprimierender Anlass. Da muss ein Ausgleich nachgereicht werden:

Gestern habe ich erstmals in meinem Leben den Startermotor für das Triebwerk meines Flugzeuges ausgetauscht! Ich bin sehr stolz auf mich! 

Guuut, man könnte auch sagen: "Ich habe den Anlasser bei einem Motor für einen Aufsitzmäher ausgetauscht.", aber das klingt wie "Ich habe 'n Rasenmäher repariert." Die Diktion des ersten Satzes entspricht viel mehr meinem Stolz, sowas ganz selbständig (und nicht ohne technische Finesse) hingekriegt zu haben.



Das Photo habe ich gemacht und mit Paint.net bearbeitet.
Zur Farbverteilung und der Linolschnitt-Struktur habe ich KI beauftragt.


Der Anlasser ist das schwarze Teil unterhalb des Zylinders.






Donnerstag, 16. Juli 2026

Innenansichten eines Teilzeit-Zombies

 

Es ist ja nicht so,
dass ich prinzipiell zum Menschenhasser werde,
es ist nur so,
dass die menschliche Öffentlichkeit
mir immer mehr zum Kotzfaktor wird.


Im Privaten und sogar im Rahmen meines Mini-Jobs genieße ich den Umgang mit Menschen sehr, ich glaube sogar: zunehmend.

Aber gerade musste ich einen alltäglichen Einkauf machen, und die Menschen erschienen mir abweisend, grau, ausgebrannt, ohne Freundlichkeit, bestenfalls mit antrainierter Höflichkeit und mühsam kontrollierter Neutralität in Mimik und Gestik.

Ich weiß: Ich selbst passte perfekt in dieses Zombie-Jamboree im morgendlichen Supermarkt. Und die Menschen um mich herum hatten gewiss auch nur den Wunsch, diesem grauen Grauen aus schlecht verhohlener sozialer Lustlosigkeit und Entnervtheit zu entfliehen, zurück in eine zugewandt sie umfangende Privatheit.


Okeee, ich gebe zu, dass ich hier verhältnismäßig viel KI eingesetzt habe.
Aber auch ebensoviel paint.net.

Heute im Supermarkt.






Montag, 13. Juli 2026

Meine Wut über das fortgesetzte Totalversagen der SPD

 

Wir sollten aufhören, von "den Sozis" zu reden, wenn wir die mafiose Vereinigung seelenloser, korrupter, machtgeiler Polit-Zombies meinen, die sich derzeit anmaßt, Sozialdemokratie zu betreiben. Sie verdienen schon seit Jahrzehnten nicht mehr, in einer Reihe mit jenen genannt zu werden, die seit Bismarcks „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ mit hohem Einsatz für die Rechte der sozial Benachteiligten gekämpft haben.

Die klassische Sozialdemokratie ist überflüssig geworden, weil ihre klassische Klientel verdampft ist: Weder gibt es ein notleidendes Proletariat, noch die stolzen Arbeitys, noch die klassenbewussten "kleinen und mittleren" Angestellten. Übriggblieben ist eine Schicht abhängig Beschäftigter, die in einer Halbwelt zwischen Aufstiegserwartungen und satter Selbstzufriedenheit leben, korrumpiert durch Brot & Spiele und vollverblödet durch SM, und die unsolidarisch, unverantwortlich, egomanisch ist und die "Demokratie" mit "Wähl'-Dich-reich!" verwechselt und deshalb kein Problem hat, CxU Autokraten und Faschisten zu wählen.

Künftig wird es nur noch zwei Klassen von Menschen geben: Die Superreichen, vielleicht ein bis drei Prozent der Weltbevölkerung, und die Morlocks. Letztere müssen bei Laune gehalten werden, was dank medialer Hirnwäsche allzu einfach ist, und sie müssen so gesund und lebensfähig sein, dass sie den Verwertungsinteressen der Superreichen entsprechen können. Hohe Lebenserwartung ist dafür nicht nötig, und der Wert des Individuums ist bei neun Milliarden (demnächst elf) Stück auch nicht gerade hoch. So will es das Gesetz von Angebot und Nachfrage.

Hm.

Gedanken verfertigt man beim Schreiben.¹ Ich stelle gerade fest, dass meine Wut über den Untergang der SPD und die Implosion ihrer Klientel eigentlich die Trauer über das Ende des rechtsstaatlichen, sozialen und demokratischen Projektes ist. 

Begonnen als Wutrede, endet der Text als Schwanengesang. 

Kackshyce!



Der sterbende Schwan, nach Foto Pavlova, 1904, 
(stark verändert via wiki commons => paint.net => KI => paint.net)



¹ Sehr frei nach Kleist.






Freitag, 3. Juli 2026

Noch ein Versuch zur Beantwortung fälliger Enkelfragen

 

Liebe Nachkommys, nach bestem Wissen und Gewissen will ich Euch Hinweise darauf geben, warum wir Euch nicht nur einen völlig kaputten Planeten, sondern auch eine faschistische Regierung hinterlassen haben.

Sommer 2026:

Die CDU sagt: "Alle Doitschen, bis auf die paar Super-Reichen, sind faule, behäbige Drecksäcke und schuld daran, dass die Reichen nicht noch schneller immer reicher werden!"

Die CSU sagt: "Stimmt, aber was für die Doitschen gilt, gilt natürlich nicht für Baiern!"

Die SPD sagt: "brubbel, brubbel, bssss, bssss, ... eigentlich müssten wir ja, aber ... bssss, bssss, ... zu feige ... bssss, brubbel, brubbel, ... was die CDU sagt, stimmt ... bssss, bssss ...können wir nix gegen sagen, konnten wir ja noch nie ..."

Die Grünen sagen: "Wir sagen da nix zu, kriegen ja doch immer nur auffe Fresse."

Die Linken sagen: "Hu! Ha! Hu! Ja, nee, und so weiter!"

Die AfD sagt: "Alle Bio-Doitschen sind voll die Mega-Helden! Wählt uns, denn WIR mögen Euch, nehmen Euch an, schenken Euch Aufmerksamkeit. Ist zwar alles gelogen, aber egal. Ansonsten müssen wir einfach nur die Zeit abwettern, die diese Regierung noch braucht, um auch die letzten Wählys abzuschrecken, zu beleidigen, zu enttäuschen. Die reiten die Demokratie so dermaßen in die Scheiße, wie wir das NIEMALS hingekriegt hätten. Der Schoß ist fruchtbar noch, und wie vor 100 Jahren wird uns diese Frucht ganz von selbst in die Hände fallen, wenn wir jetzt keine größeren Fehler mehr machen ..."

Tja, liebe Enkel, so war das damals. Unfassbar, oder?



(verändert via wiki commons)
Äh, das Bild ist jetzt nicht der Höcke,
das ist der andere Knallkopp ...
fängt auch mit "H" an.
Ich komm' gleich drauf.






Dienstag, 30. Juni 2026

Wir danken der Fußball-Nationalmannschaft von Paraguay!

 

Klamm-, nee: Unheimliche Freude!

Tottschlaaant is' raus.

Gegen Paraguay.


Ich freue mich immer,

wenn Arroganz 

und Siegesgewissheit

und Pay-to-win

auf die Fresse fliegen.




(Stark verändert via wiki commons
Erst mit paint.net, dann mit KI [Linolschnitt], zum Schluss wieder paint.net.)

Ich mag die Person ganz links!





Samstag, 27. Juni 2026

Doitsche Kernkompetenz: Hirnloses Selbstmitleid

 

Was wir Menschen richtig gut können:

  1. Eine selbstverursachte Katastrophe heranrasen sehen.
  2. Die vernunftgegebenen, zwingenden Verhaltensänderungen jahrzehntelang vehement ablehnen und sich allzu schnell überreden lassen, das werde schon nicht ... und früher war's ja auch nicht ...
  3. Und wenn die Kacke dann am Dampfen ist, mit Verwunderung und quengeligem Selbstmitleid ("Davon haben wir gar nix gewusst!") reagieren.
  4. Mit vollidiotischer Unlogik die Schuld irgendwo anders suchen, gerne bei sozial Schwächeren.

Ich lese / sehe die aktuelle "Hitze-Katastrophen"-Berichterstattung, und mir fällt auf, wie wenig über die anthropogenen Ursachen gesagt wird, wie wenig Forderungen nach Verhaltensänderungen, nun aber mal ernsthaft und ganz konsequent, erhoben werden.

Ich sage voraus: Sobald die Tageshöchstwerte unter 27 °C sinken, wird ALLES vergessen sein. Die fossilen Autos werden weiterhin rollen, die Ferienflieger weiterhin fliegen, der Konsum weiterhin wachsen, die Reichen weiterhin immer reicher. Die links-grünen Ökos werden weiterhin an allem schuld sein. 

Und wer den Menschys erklärt, man könne, ja, müsse genauso weitermachen wie seit 300 Jahren, wird geliebt und gewählt und verehrt und er-mächtigt.

Und wer an die Vernunft appelliert oder gar Verzicht fordert, weil es kein unbegrenztes Wachstum angesichts begrenzter Ressourcen geben könne, wird auf dem SM-Scheiterhaufen verbrannt.  


↓ Doitsche Kernkompetenz:↓
Hinterher belämmert dastehen und doof gucken.
Aber vorher von nix gewusst haben wollen.


(via wiki commons)






Samstag, 20. Juni 2026

Unsere Verantwortung, Tag für Tag

 

Heute frühmorgens in den Getränkemarkt, in der Absicht, meine Biervorräte wiederherzustellen. Sehe die explodierten Preise, sage "Borh!" und verzichte, wende mich mit leerem Einkaufswagen zum Ausgang. Die als mürrische Menschenfeindin und Kundenhasserin bekannte Mitarbeiterin erläutert aggressiv und unaufgefordert: "Tja, bei dem Wetter wollen alle Leute Bier. Da zahlt man dann eben mehr." Ich antworte: "Ich nicht." und gehe.

Abgesehen von dem dümmlich-arroganten Kotz-Ton hat die Dame natürlich recht: Wir, die Kundys machen die Preise! Wenn wir hinnehmen, dass eine Kiste Jepi 0,33 plötzlich 18,99 plus Pfand kostet, wenn wir trotz dieses Wucherpreises kaufen, dann dürfen wir nicht den Konzernen die Schuld geben. Konzerne sind hirntote, seelenlose Profit-Maschinen. 

WIR entscheiden, was wir ihnen durchgehen lassen. Das gilt für gewohnte Biersorten, das gilt aber auch für Finanzdienstleistungen, Cloud- und KI-Nutzung, den Boykott oder Nicht-Boykott von Waren aus menschenverachtenden Umfeldern usw. usw. 

Milliardär, Billionär wird man nicht durch Arbeit. Nur durch die stumpfe Ignoranz der 99 Prozent.

So einfach.

Ich sauf' jetzt erstmal statt Bier meine weniger erlesenen Weinreserven. Als Schorle mit Wasser und Eis. Ist auch lecker.


(Rotweinschorle - via wiki commons - verändert mit Paint.net, dann mit einer KI, zum Schluss wieder Paint.net.)





Montag, 15. Juni 2026

Was bleibt?

 

Frage: Was bliebe von Online-Portalen wie tagesschau.de, heute.de, dw.de usw. übrig, wenn ich folgende Inhalte als allseits bekannt voraussetzte:

  1. Trump ist ein Arschloch, und alle Welt kriecht rein.
  2. Merz und seine Arschkrampen sind inkompetente, windelweiche, opportunistische, verlogene Kapitalistenknechtys.
  3. Unser Land wird nicht im Sinne der FDGO regiert, sondern von Lobby-Verbänden, die das ausschließliche Ziel haben, die Profite ihrer jeweiligen Klientel zu maximieren und die Kosten dafür der Allgemeinheit überzubügeln.
  4. Es ist Fußball-WM: Tschlaaandt!!!, Tschlaaandt!!!; Tschlaaandt!!!

Und wenn nicht Fußball-WM ist, dann ist halbtoter Wal oder die Russen kommen oder unsere Kinder werden immer dümmer / aufsässiger / fauler oder Alles zusammen. 

Warum lese ich diesen Schafschyce jeden Morgen?! 

Es ist wie die Zeugenschaft bei einem Unfall: Schrecklich, aber Du kannst nicht wegschauen.


(via wiki commons, verändert mit paint.net, Färbung mithilfe KI, dann nochmal paint.net.)







Sonntag, 14. Juni 2026

Nennt mich "Elitären Drecksack"!

 

Gerade kurz unterwegs gewesen. Es fahren doch tatsächlich Leute mit Tschlant-Fähnchen am Auto durch die Gegend. Als wäre Fußball-WM wie vor 40 Jahren. Als wäre der "Sport" nicht längst unter Megatonnen hirntoter Macht- und Profitgeilheit erstickt und begraben.





Ich weiß, als Tao-Übender versage ich gerade total,
aber ich spüre nur noch Verachtung und Mitleid.








Dienstag, 9. Juni 2026

FCAS interruptus

Liebes Tagebuch!

Heute habe ich gelernt: Die europäische Aufrüstung ist total wichtig! Aufrüstung ist so wichtig, man kann gar nicht genug aufrüsten. Die Russen kommen, das war schon immer so, die Amis gehen, das ist ganz schlimm. Kann auch sein, dass die Amis kommen, das wäre auch schlimm. Und der Iran und die Chinesen, die kommen auch! Alle zusammen! Hierher! 

Deshalb müssen wir rüsten, kriegsbereit, kriegswillig, kriegsgeil werden, damit die Anderen sich gehörig in Acht nehmen und so weiter.

Aber:

Es bringt ja überhaupt nichts, die Muschkoten aller Völker gegeneinander aufzuhetzen, wenn niemand damit Profite erzielt. Kriege für Nichts zu führen, für irgendwelchen ethischen Schwachsinn, Freiheit, Demokratie, Mädchenschulen und Brunnenbau am Hindukusch usw., ist doch total blödsinnig, wenn niemand profitiert. Ich meine, niemand Wichtiges, also Konzerne, Superreiche, also richtige, wichtige Menschen.

Das haben jetzt auch die staatstragenden Rüstungsschmieden Dassault und Airbus festgestellt und ganz sachlich und logisch reagiert. Das Kampfjet-Projekt FCAS war so wichtig, dass von den Herrschenden in Frankreich, Deutschland und (ein bisschen) Spanien dafür 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden. Dann haben die beteiligten Konzerne aber ausgerechnet, dass niemand damit so richtig, richtig fett absahnen könnte, sondern alle nur so dreiviertel-fett, und plötzlich war das Problem mit den Russen, den Amis, den Chinesen und Iranern gar nicht mehr auf dem Zettel.

Niemand ist in Panik und / oder Existenzangst und / oder Verzweiflung versunken, da wir ja nun ab 2040 ohne FCAS, also praktisch nackt dastehen werden. Auch die Presseöffentlichkeit reagiert praktisch überhaupt nicht, nicht mal die Wirtschaftsportale, wohlwissend, dass die deutschen Konzerne dann eben anders gepampert werden. Wahrscheinlich springt nach dem Scheitern der Kooperation mit Frankreich noch viel mehr Kohle für Dassault und für Airbus Doitschland raus ...

Mich lässt diese Geschichte in einer kognitiven Dissonanz zurück:

Entweder FCAS war für unsere gemeinsame Verteidigung mega-wichtig, dann wären die 500 Milliarden Euro vielleicht zu rechtfertigen gewesen und das Scheitern des Projektes wäre hochproblematisch für alle Beteiligten.

Oder FCAS war militärstrategisch gar nicht wichtig (und die allseits lässigen und überhaupt nicht verzweifelten Reaktionen lassen darauf schließen), dann hat man uns also wieder mal belogen und betrogen und wollte nur den je eigenen Rüstungskonzernen den Arsch vergolden.

Was ist plausibler? Muss ich drüber nachdenken.




Ich merke: Wenn ich derartige Graphiken sehe,
dann macht mich das total kriegsgeil!
Da krieg' ich direkt 'ne Erektion. 

FCAS-Schemazeichnung,
stark verändert mit paint.net, dann Gemini, dann wieder paint.net.