Dienstag, 30. Juni 2026

Wir danken der Fußball-Nationalmannschaft von Paraguay!

 

Klamm-, nee: Unheimliche Freude!

Tottschlaaant is' raus.

Gegen Paraguay.


Ich freue mich immer,

wenn Arroganz 

und Siegesgewissheit

und Pay-to-win

auf die Fresse fliegen.




(Stark verändert via wiki commons
Erst mit paint.net, dann mit KI [Linolschnitt], zum Schluss wieder paint.net.)

Ich mag die Person ganz links!





Samstag, 27. Juni 2026

Doitsche Kernkompetenz: Hirnloses Selbstmitleid

 

Was wir Menschen richtig gut können:

  1. Eine selbstverursachte Katastrophe heranrasen sehen.
  2. Die vernunftgegebenen, zwingenden Verhaltensänderungen jahrzehntelang vehement ablehnen und sich allzu schnell überreden lassen, das werde schon nicht ... und früher war's ja auch nicht ...
  3. Und wenn die Kacke dann am Dampfen ist, mit Verwunderung und quengeligem Selbstmitleid ("Davon haben wir gar nix gewusst!") reagieren.
  4. Mit vollidiotischer Unlogik die Schuld irgendwo anders suchen, gerne bei sozial Schwächeren.

Ich lese / sehe die aktuelle "Hitze-Katastrophen"-Berichterstattung, und mir fällt auf, wie wenig über die anthropogenen Ursachen gesagt wird, wie wenig Forderungen nach Verhaltensänderungen, nun aber mal ernsthaft und ganz konsequent, erhoben werden.

Ich sage voraus: Sobald die Tageshöchstwerte unter 27 °C sinken, wird ALLES vergessen sein. Die fossilen Autos werden weiterhin rollen, die Ferienflieger weiterhin fliegen, der Konsum weiterhin wachsen, die Reichen weiterhin immer reicher. Die links-grünen Ökos werden weiterhin an allem schuld sein. 

Und wer den Menschys erklärt, man könne, ja, müsse genauso weitermachen wie seit 300 Jahren, wird geliebt und gewählt und verehrt und er-mächtigt.

Und wer an die Vernunft appelliert oder gar Verzicht fordert, weil es kein unbegrenztes Wachstum angesichts begrenzter Ressourcen geben könne, wird auf dem SM-Scheiterhaufen verbrannt.  


↓ Doitsche Kernkompetenz:↓
Hinterher belämmert dastehen und doof gucken.
Aber vorher von nix gewusst haben wollen.


(via wiki commons)






Samstag, 20. Juni 2026

Unsere Verantwortung, Tag für Tag

 

Heute frühmorgens in den Getränkemarkt, in der Absicht, meine Biervorräte wiederherzustellen. Sehe die explodierten Preise, sage "Borh!" und verzichte, wende mich mit leerem Einkaufswagen zum Ausgang. Die als mürrische Menschenfeindin und Kundenhasserin bekannte Mitarbeiterin erläutert aggressiv und unaufgefordert: "Tja, bei dem Wetter wollen alle Leute Bier. Da zahlt man dann eben mehr." Ich antworte: "Ich nicht." und gehe.

Abgesehen von dem dümmlich-arroganten Kotz-Ton hat die Dame natürlich recht: Wir, die Kundys machen die Preise! Wenn wir hinnehmen, dass eine Kiste Jepi 0,33 plötzlich 18,99 plus Pfand kostet, wenn wir trotz dieses Wucherpreises kaufen, dann dürfen wir nicht den Konzernen die Schuld geben. Konzerne sind hirntote, seelenlose Profit-Maschinen. 

WIR entscheiden, was wir ihnen durchgehen lassen. Das gilt für gewohnte Biersorten, das gilt aber auch für Finanzdienstleistungen, Cloud- und KI-Nutzung, den Boykott oder Nicht-Boykott von Waren aus menschenverachtenden Umfeldern usw. usw. 

Milliardär, Billionär wird man nicht durch Arbeit. Nur durch die stumpfe Ignoranz der 99 Prozent.

So einfach.

Ich sauf' jetzt erstmal statt Bier meine weniger erlesenen Weinreserven. Als Schorle mit Wasser und Eis. Ist auch lecker.


(Rotweinschorle - via wiki commons - verändert mit Paint.net, dann mit einer KI, zum Schluss wieder Paint.net.)





Montag, 15. Juni 2026

Was bleibt?

 

Frage: Was bliebe von Online-Portalen wie tagesschau.de, heute.de, dw.de usw. übrig, wenn ich folgende Inhalte als allseits bekannt voraussetzte:

  1. Trump ist ein Arschloch, und alle Welt kriecht rein.
  2. Merz und seine Arschkrampen sind inkompetente, windelweiche, opportunistische, verlogene Kapitalistenknechtys.
  3. Unser Land wird nicht im Sinne der FDGO regiert, sondern von Lobby-Verbänden, die das ausschließliche Ziel haben, die Profite ihrer jeweiligen Klientel zu maximieren und die Kosten dafür der Allgemeinheit überzubügeln.
  4. Es ist Fußball-WM: Tschlaaandt!!!, Tschlaaandt!!!; Tschlaaandt!!!

Und wenn nicht Fußball-WM ist, dann ist halbtoter Wal oder die Russen kommen oder unsere Kinder werden immer dümmer / aufsässiger / fauler oder Alles zusammen. 

Warum lese ich diesen Schafschyce jeden Morgen?! 

Es ist wie die Zeugenschaft bei einem Unfall: Schrecklich, aber Du kannst nicht wegschauen.


(via wiki commons, verändert mit paint.net, Färbung mithilfe KI, dann nochmal paint.net.)







Sonntag, 14. Juni 2026

Nennt mich "Elitären Drecksack"!

 

Gerade kurz unterwegs gewesen. Es fahren doch tatsächlich Leute mit Tschlant-Fähnchen am Auto durch die Gegend. Als wäre Fußball-WM wie vor 40 Jahren. Als wäre der "Sport" nicht längst unter Megatonnen hirntoter Macht- und Profitgeilheit erstickt und begraben.





Ich weiß, als Tao-Übender versage ich gerade total,
aber ich spüre nur noch Verachtung und Mitleid.








Dienstag, 9. Juni 2026

FCAS interruptus

Liebes Tagebuch!

Heute habe ich gelernt: Die europäische Aufrüstung ist total wichtig! Aufrüstung ist so wichtig, man kann gar nicht genug aufrüsten. Die Russen kommen, das war schon immer so, die Amis gehen, das ist ganz schlimm. Kann auch sein, dass die Amis kommen, das wäre auch schlimm. Und der Iran und die Chinesen, die kommen auch! Alle zusammen! Hierher! 

Deshalb müssen wir rüsten, kriegsbereit, kriegswillig, kriegsgeil werden, damit die Anderen sich gehörig in Acht nehmen und so weiter.

Aber:

Es bringt ja überhaupt nichts, die Muschkoten aller Völker gegeneinander aufzuhetzen, wenn niemand damit Profite erzielt. Kriege für Nichts zu führen, für irgendwelchen ethischen Schwachsinn, Freiheit, Demokratie, Mädchenschulen und Brunnenbau am Hindukusch usw., ist doch total blödsinnig, wenn niemand profitiert. Ich meine, niemand Wichtiges, also Konzerne, Superreiche, also richtige, wichtige Menschen.

Das haben jetzt auch die staatstragenden Rüstungsschmieden Dassault und Airbus festgestellt und ganz sachlich und logisch reagiert. Das Kampfjet-Projekt FCAS war so wichtig, dass von den Herrschenden in Frankreich, Deutschland und (ein bisschen) Spanien dafür 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden. Dann haben die beteiligten Konzerne aber ausgerechnet, dass niemand damit so richtig, richtig fett absahnen könnte, sondern alle nur so dreiviertel-fett, und plötzlich war das Problem mit den Russen, den Amis, den Chinesen und Iranern gar nicht mehr auf dem Zettel.

Niemand ist in Panik und / oder Existenzangst und / oder Verzweiflung versunken, da wir ja nun ab 2040 ohne FCAS, also praktisch nackt dastehen werden. Auch die Presseöffentlichkeit reagiert praktisch überhaupt nicht, nicht mal die Wirtschaftsportale, wohlwissend, dass die deutschen Konzerne dann eben anders gepampert werden. Wahrscheinlich springt nach dem Scheitern der Kooperation mit Frankreich noch viel mehr Kohle für Dassault und für Airbus Doitschland raus ...

Mich lässt diese Geschichte in einer kognitiven Dissonanz zurück:

Entweder FCAS war für unsere gemeinsame Verteidigung mega-wichtig, dann wären die 500 Milliarden Euro vielleicht zu rechtfertigen gewesen und das Scheitern des Projektes wäre hochproblematisch für alle Beteiligten.

Oder FCAS war militärstrategisch gar nicht wichtig (und die allseits lässigen und überhaupt nicht verzweifelten Reaktionen lassen darauf schließen), dann hat man uns also wieder mal belogen und betrogen und wollte nur den je eigenen Rüstungskonzernen den Arsch vergolden.

Was ist plausibler? Muss ich drüber nachdenken.




Ich merke: Wenn ich derartige Graphiken sehe,
dann macht mich das total kriegsgeil!
Da krieg' ich direkt 'ne Erektion. 

FCAS-Schemazeichnung,
stark verändert mit paint.net, dann Gemini, dann wieder paint.net.







Dienstag, 2. Juni 2026

Tabulose Katzenbilder! ... Ach nee: Aeronautische Denkwürdigkeiten


Das Licht war gestern nicht so schön, aber die Luft friedlich wie lange nicht.


↓ Das Großlager eines namhaften Einzelhandelskonzerns. Ich mache mir die Zahl der 40-Tonner bewusst und denke, dass jede allgemeine Klage, uns ginge es schlecht, erbärmlich ist. ↓

 



↓ Da ich gestern kein spezielles Ziel hatte, sondern einfach nur luftwandeln wollte, folgte ich zeitweise mir bekannten Straßen. An der markierten Stelle bin ich Anfang des Jahres in einer temporären 30er-Zone übel geblitzt worden. Diebische Freude, als ich nun mit sagenhaften 72 km/h über Grund dieselbe Stelle passierte und mich eine halbe Sekunde lang bei dem Gefühl ertappte: "Ihr könnt mir gar nichts, HARRHARR! Ich bin ein fliegender Rebell!" Selbstbeobachtung kann VOLL peinlich sein. ↓



↓ Eine frisch verlegte Stromleitung kontrastiert mit den frischgepflügten Äckern. Die Farbschattierungen der Felder laden zur Fantasiereise über ihr Zustandekommen ein. ↓



↓ Und ich sach noch, die Farbe des Wassers ist mega-kitschig, sach ich noch ... Ok, eigentlich fand ich's nur spannend, die Unterwasser-Strukturen festzuhalten, die man vom Boden aus gar nicht erkennt. ↓



↓ Zum Schluss noch was Fröhliches. Eigentlich wollte ich nur das Binnenschiff auf dem Küstenkanal knipsen, dann entdeckte ich die wohlversteckte Massentierhaltungs-Anlage. Leider fand ich keine weiteren Informationen, und die KI versagte total und erriet selbstbewusst diverse Flugplätze, Schieß-Ranges etc. Ich sach ma' so: Wenn da Geflügel gehalten wird, steht auf der Verpackung wahrscheinlich eine Code-Nummer, die mit "3" beginnt; wenn da Schweine gehalten werden, tippe ich auf Haltungsform 1, was bedeutet, dass ein Mastschwein von 50 bis 110 kg 0,75 m² Lebensraum hat. Das entspricht der Fläche von drei Blättern DIN A2. Ja, das ist in Dottschlnt erlaubt. Guten Appetit. ↓







Samstag, 30. Mai 2026

Ich schätze: 65 - 70 % Selbstmitleid

 

Schon gefühlte 1.000 Mal gesagt: Es gibt keinen besseren Indikator für die Werthaltigkeit Deiner Gedanken, als sie durch die Mühlen sprachlicher Logik zu drehen und veröffentlichungsreif präsentabel zu machen.¹

Thema heute: Trauer

Bezug: Vor 13 Jahren starb meine Frau und Liebe meines Lebens, und in den letzten Jahren Eltern, Bruder usw. Aber das seien nur Beispiele, die hier nicht vertieft werden müssen. Alle Menschen machen vergleichbare Erfahrungen.

Analyse / Diagnose: Was mich bei der Dekonstruktion meiner eigenen Trauer überrascht, und des Bloggens würdig scheint, ist die festgestellte Ich-Bezogenheit. Es wird immer gesagt: "Wir trauern um die Toten.", aber das stimmt eigentlich nicht. Zutreffender wäre: "Ich zerfließe in Selbstmitleid, denn meine Lebensgefährtin ist weg, und ich arme Wurst bin jetzt ganz allein, habe niemanden mehr, die bedingungslos zu mir steht und zu der ich bedingungslos stehen kann." Mit "bedingungslos" meine ich dieses Gefühl, dass ich ein so blöder Stiesel bin, dass ich jemanden wie sie überhaupt nicht verdient habe und sie trotzdem zu mir steht, aus Gründen, die ich bis heute nicht verstehe. ² 

Was ich weiterhin betrauere, ist die verlorene Zeit. Ich hätte den Leuten noch so viel zu erzählen, hätte gerne noch viel mehr gelernt, wie sie die Welt sehen. Das meint nicht mal nur Hochgeistiges, sondern auch Banales wie "Boah, guck mal da!" während eines Spaziergangs. 

Und drittens fehlt mir der Antrieb, die geistige Befruchtung, das Korrektiv. Wenn ich in freier Zeit bierärschig und unzufrieden vor mich hinfaule und jemand meinen Widerstand gegen Aktivität "XYZ" überwindet und ich das dann trotz vorherigen Gemaules hinterher total gut finde. Oder wenn ich wenn ich wie der vielzitierte Ochs' vor'm Berg eines scheinbares Problems stehe und jemand mich auf die meist ganz simple und augenfällige Lösung hinweist (und ich mich nicht schämen muss, weil ich ja weiß, dass sie längst weiß, was für ein Depp ich zuweilen sein kann). Oder wenn ich, maximal überzeugt, im Begriff bin, einen Riesen-Fehler zu begehen und jemand da ist, die mich rechtzeitig innehalten lässt.

Alle diese Rollen muss ich nun alleine wuppen. Zwar habe ich eine Reihe lieber Freundys, die teilweise ähnliche Funktionen wahrnehmen, aber das kann gar nicht das selbe sein.

So, genug vom Selbstmitleid!

Es gibt auch einen nicht-egoistischen, nicht-selbstmitleidigen Aspekt von Trauer, der betrifft das lange Leiden der Sterbenden. Das will ich hier aber nicht vertiefen. ³



(via wiki commons)
M. Pickford, 1922




¹ Dabei ist es, ich wiederhole auch dies, völlig schnuppe, ob das Publikum nach Hunderten, nach Tausenden oder Millionen zählt oder nur in potentia existiert.

² Ja, ich weiß, dass ich die Temporalformen und die Modi hier scheinbar unkorrekt verwende. Denk drüber nach.

³ Nur soviel: Falls es einen allmächtigen Gott gibt, dann ist er ein Riesen-Arschloch. Wie kann man so liebe, gute und starke Menschen so leiden lassen!

Und: Falls mein Tod kurz und schmerzlos vonstatten gehen sollte, gibt es keinen Grund um mich zu trauern. Das Tot-Sein ängstigt mich nicht, ich gehe dahin, wo ich vor meiner Geburt war, und das war nicht ängstigend, soweit ich das beurteilen kann.





Mittwoch, 27. Mai 2026

KI-Slop killt Kultur

 

Die übliche Pazifismus-Diskussion auf SM. Einer, nennen wir ihn Pupsi, plädiert dafür, immer mehr und immer stärkere Waffen an die Ukraine zu liefern, bis zum Endsieg, bis zur bedingungslosen Kapitulation Russlands. Die Position ist nicht durchhaltbar, und irgendwann merkt Pupsi das auch. Aber statt eines Einlenkens kommt ein langer, gedrechselter, inhaltsleerer Text in völlig anderem Duktus und ohne die vielen Pupsi-typischen Rechtschreibfehler. 

Ah, wie erbärmlich, letzte Rettung KI-Slop. Warum denken, wenn ich auch prompten kann?

Nun waren SM-Diskussionen nie besonders wirksam, was das Umdenken, Neudenken, Nachdenken angeht. Aber zumindest waren sie ein Podium, auf dem man hirnrissigen Parolen Paroli bieten konnte, so dass andere erkennen konnten, dass es Gegenpositionen gibt.

Vorbei, vorbei. Die anti-intelligenten aber routinierten KI-Ergüsse ersäufen jeden Rest vernunftbasierten Diskurses.

Wo kann man jetzt noch abwägend Argumente gegenüberstellen? Wo können itzund These und Antithese zu neuen Synthesen sich verbinden? Aus und kaputt! 

Jeder Vollidiot sloppt dumm und dreist und ohne sich zu schämen.







 

Dienstag, 26. Mai 2026

Wenig Worte

 

Dieses Bild habe ich nach dem gestrigen Flug einfach mit meinem Smartphone geknipst und nicht weiter bearbeitet. Sagt alles über den Flug, oder?



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