Samstag, 20. Juni 2026

Unsere Verantwortung, Tag für Tag

 

Heute frühmorgens in den Getränkemarkt, in der Absicht, meine Biervorräte wiederherzustellen. Sehe die explodierten Preise, sage "Borh!" und verzichte, wende mich mit leerem Einkaufswagen zum Ausgang. Die als mürrische Menschenfeindin und Kundenhasserin bekannte Mitarbeiterin erläutert aggressiv und unaufgefordert: "Tja, bei dem Wetter wollen alle Leute Bier. Da zahlt man dann eben mehr." Ich antworte: "Ich nicht." und gehe.

Abgesehen von dem dümmlich-arroganten Kotz-Ton hat die Dame natürlich recht: Wir, die Kundys machen die Preise! Wenn wir hinnehmen, dass eine Kiste Jepi 0,33 plötzlich 18,99 plus Pfand kostet, wenn wir trotz dieses Wucherpreises kaufen, dann dürfen wir nicht den Konzernen die Schuld geben. Konzerne sind hirntote, seelenlose Profit-Maschinen. 

WIR entscheiden, was wir ihnen durchgehen lassen. Das gilt für gewohnte Biersorten, das gilt aber auch für Finanzdienstleistungen, Cloud- und KI-Nutzung, den Boykott oder Nicht-Boykott von Waren aus menschenverachtenden Umfeldern usw. usw. 

Milliardär, Billionär wird man nicht durch Arbeit. Nur durch die stumpfe Ignoranz der 99 Prozent.

So einfach.

Ich sauf' jetzt erstmal statt Bier meine weniger erlesenen Weinreserven. Als Schorle mit Wasser und Eis. Ist auch lecker.


(Rotweinschorle - via wiki commons - verändert mit Paint.net, dann mit einer KI, zum Schluss wieder Paint.net.)





Montag, 15. Juni 2026

Was bleibt?

 

Frage: Was bliebe von Online-Portalen wie tagesschau.de, heute.de, dw.de usw. übrig, wenn ich folgende Inhalte als allseits bekannt voraussetzte:

  1. Trump ist ein Arschloch, und alle Welt kriecht rein.
  2. Merz und seine Arschkrampen sind inkompetente, windelweiche, opportunistische, verlogene Kapitalistenknechtys.
  3. Unser Land wird nicht im Sinne der FDGO regiert, sondern von Lobby-Verbänden, die das ausschließliche Ziel haben, die Profite ihrer jeweiligen Klientel zu maximieren und die Kosten dafür der Allgemeinheit überzubügeln.
  4. Es ist Fußball-WM: Tschlaaandt!!!, Tschlaaandt!!!; Tschlaaandt!!!

Und wenn nicht Fußball-WM ist, dann ist halbtoter Wal oder die Russen kommen oder unsere Kinder werden immer dümmer / aufsässiger / fauler oder Alles zusammen. 

Warum lese ich diesen Schafschyce jeden Morgen?! 

Es ist wie die Zeugenschaft bei einem Unfall: Schrecklich, aber Du kannst nicht wegschauen.


(via wiki commons, verändert mit paint.net, Färbung mithilfe KI, dann nochmal paint.net.)







Sonntag, 14. Juni 2026

Nennt mich "Elitären Drecksack"!

 

Gerade kurz unterwegs gewesen. Es fahren doch tatsächlich Leute mit Tschlant-Fähnchen am Auto durch die Gegend. Als wäre Fußball-WM wie vor 40 Jahren. Als wäre der "Sport" nicht längst unter Megatonnen hirntoter Macht- und Profitgeilheit erstickt und begraben.





Ich weiß, als Tao-Übender versage ich gerade total,
aber ich spüre nur noch Verachtung und Mitleid.








Dienstag, 9. Juni 2026

FCAS interruptus

Liebes Tagebuch!

Heute habe ich gelernt: Die europäische Aufrüstung ist total wichtig! Aufrüstung ist so wichtig, man kann gar nicht genug aufrüsten. Die Russen kommen, das war schon immer so, die Amis gehen, das ist ganz schlimm. Kann auch sein, dass die Amis kommen, das wäre auch schlimm. Und der Iran und die Chinesen, die kommen auch! Alle zusammen! Hierher! 

Deshalb müssen wir rüsten, kriegsbereit, kriegswillig, kriegsgeil werden, damit die Anderen sich gehörig in Acht nehmen und so weiter.

Aber:

Es bringt ja überhaupt nichts, die Muschkoten aller Völker gegeneinander aufzuhetzen, wenn niemand damit Profite erzielt. Kriege für Nichts zu führen, für irgendwelchen ethischen Schwachsinn, Freiheit, Demokratie, Mädchenschulen und Brunnenbau am Hindukusch usw., ist doch total blödsinnig, wenn niemand profitiert. Ich meine, niemand Wichtiges, also Konzerne, Superreiche, also richtige, wichtige Menschen.

Das haben jetzt auch die staatstragenden Rüstungsschmieden Dassault und Airbus festgestellt und ganz sachlich und logisch reagiert. Das Kampfjet-Projekt FCAS war so wichtig, dass von den Herrschenden in Frankreich, Deutschland und (ein bisschen) Spanien dafür 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt wurden. Dann haben die beteiligten Konzerne aber ausgerechnet, dass niemand damit so richtig, richtig fett absahnen könnte, sondern alle nur so dreiviertel-fett, und plötzlich war das Problem mit den Russen, den Amis, den Chinesen und Iranern gar nicht mehr auf dem Zettel.

Niemand ist in Panik und / oder Existenzangst und / oder Verzweiflung versunken, da wir ja nun ab 2040 ohne FCAS, also praktisch nackt dastehen werden. Auch die Presseöffentlichkeit reagiert praktisch überhaupt nicht, nicht mal die Wirtschaftsportale, wohlwissend, dass die deutschen Konzerne dann eben anders gepampert werden. Wahrscheinlich springt nach dem Scheitern der Kooperation mit Frankreich noch viel mehr Kohle für Dassault und für Airbus Doitschland raus ...

Mich lässt diese Geschichte in einer kognitiven Dissonanz zurück:

Entweder FCAS war für unsere gemeinsame Verteidigung mega-wichtig, dann wären die 500 Milliarden Euro vielleicht zu rechtfertigen gewesen und das Scheitern des Projektes wäre hochproblematisch für alle Beteiligten.

Oder FCAS war militärstrategisch gar nicht wichtig (und die allseits lässigen und überhaupt nicht verzweifelten Reaktionen lassen darauf schließen), dann hat man uns also wieder mal belogen und betrogen und wollte nur den je eigenen Rüstungskonzernen den Arsch vergolden.

Was ist plausibler? Muss ich drüber nachdenken.




Ich merke: Wenn ich derartige Graphiken sehe,
dann macht mich das total kriegsgeil!
Da krieg' ich direkt 'ne Erektion. 

FCAS-Schemazeichnung,
stark verändert mit paint.net, dann Gemini, dann wieder paint.net.







Dienstag, 2. Juni 2026

Tabulose Katzenbilder! ... Ach nee: Aeronautische Denkwürdigkeiten


Das Licht war gestern nicht so schön, aber die Luft friedlich wie lange nicht.


↓ Das Großlager eines namhaften Einzelhandelskonzerns. Ich mache mir die Zahl der 40-Tonner bewusst und denke, dass jede allgemeine Klage, uns ginge es schlecht, erbärmlich ist. ↓

 



↓ Da ich gestern kein spezielles Ziel hatte, sondern einfach nur luftwandeln wollte, folgte ich zeitweise mir bekannten Straßen. An der markierten Stelle bin ich Anfang des Jahres in einer temporären 30er-Zone übel geblitzt worden. Diebische Freude, als ich nun mit sagenhaften 72 km/h über Grund dieselbe Stelle passierte und mich eine halbe Sekunde lang bei dem Gefühl ertappte: "Ihr könnt mir gar nichts, HARRHARR! Ich bin ein fliegender Rebell!" Selbstbeobachtung kann VOLL peinlich sein. ↓



↓ Eine frisch verlegte Stromleitung kontrastiert mit den frischgepflügten Äckern. Die Farbschattierungen der Felder laden zur Fantasiereise über ihr Zustandekommen ein. ↓



↓ Und ich sach noch, die Farbe des Wassers ist mega-kitschig, sach ich noch ... Ok, eigentlich fand ich's nur spannend, die Unterwasser-Strukturen festzuhalten, die man vom Boden aus gar nicht erkennt. ↓



↓ Zum Schluss noch was Fröhliches. Eigentlich wollte ich nur das Binnenschiff auf dem Küstenkanal knipsen, dann entdeckte ich die wohlversteckte Massentierhaltungs-Anlage. Leider fand ich keine weiteren Informationen, und die KI versagte total und erriet selbstbewusst diverse Flugplätze, Schieß-Ranges etc. Ich sach ma' so: Wenn da Geflügel gehalten wird, steht auf der Verpackung wahrscheinlich eine Code-Nummer, die mit "3" beginnt; wenn da Schweine gehalten werden, tippe ich auf Haltungsform 1, was bedeutet, dass ein Mastschwein von 50 bis 110 kg 0,75 m² Lebensraum hat. Das entspricht der Fläche von drei Blättern DIN A2. Ja, das ist in Dottschlnt erlaubt. Guten Appetit. ↓