Mittwoch, 4. Januar 2017

Meine Vorsätze für 2017

Nach reiflicher Überlegung:

  1. Ich will mich nicht mehr darüber aufregen, dass der höchste Souverän unseres Staates, das Volk, offenbar immer bierärschiger wird, immer fauler und dümmer und egoistischer.
  2. Ich will stattdessen diesem schwächelnden Souverän wie ein treuer Paladin seinem König, und sei der noch so doof, schwach und inkompetent, mit Rat und Tat, mit Kritik und Hilfe zur Seite stehen. Konkret bedeutet das, dass ich der RTL-II-isierung, der Facebookisierung und Postfaktisierung  doitschen Denkens nach Kräften entgegenstehen werde.
  3. Ach ja, und ich will natürlich fliegen, bissa Arzt kommt, weniger rauchen, weniger und gesünder essen, mich mehr bewegen, eine bessere work-life-balance finden, insgesamt ein besserer Mensch werden undsoweiter, blablabla ...



Man verstehe die Sache mit dem Paladin nicht falsch. Ich habe nicht gesagt, dass ich ein netter, freundlicher, höriger oder gar unterwürfiger Paladin sein will. Ich dachte mehr an so einen düsteren, grantigen, gewaltbereiten Drecksack, einer, der seinem König auch mal in den Hintern tritt, wenn's sein muss, einer, bei dem der König erleichtert aufatmet, wenn er den Raum verlässt. Fritz Langs Figur des Hagen von Tronje, der Darth Vader des Jahres 1924, trifft's ziemlich gut.









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