Gestern habe ich (wieder einmal) gelernt, was Low-'n-slow-Fliegerei nicht ist: Strecke kloppen. Zwar ist es zuweilen richtig und wichtig, sich Ziele zu setzen und diese auch gegen Widerstände zu verfolgen, aber zuanderweilen ist das freie, unverkrampfte, nieder-energetische Geschehenlassen die angesagtere Option.
Ich hatte mir die Strecke Barßel - Harriersand bzw. die andere Weserseite in den Kopp gesetzt, und es hat auch geklappt, und es war eigentlich auch ganz schön, wenngleich streckenweise etwas diesig. ↓
↓ Blick nach Norden: Herbstliche Unterweser, Bremerhaven und Nordsee am Horizont.

↓ Spätestens auf dem Rückweg, als die Sonne aus dem Dunst eine Milchglasglocke schuf, wurde die zielgerichtete Hin&Her-Fliegerei ein klitzebisschen langweilig. Und um dann noch Abstecher links und rechts des Weges zu machen, dazu wurde es ein wenig zu frisch, und der Ruf der Natur kündigte sich bereits von Ferne an.
↓ Nicht, dass es nicht schöne Motive zu sehen gab, aber ...

... ich bleibe dabei: Low-'n-slow-Fliegerei, das ist lässiges Herumtändeln im Gartenstuhl am Himmel. Es ist nicht Streckenfliegen, dazu gibt es andere, geeignetere Flugzeuge. Zielorientierte Navigation kann ich auch, aber es ist meine Sache nicht. Starten, gegen den Wind rausfliegen, neugierig sein auf das, was einy begegnet, hinfliegen, anschauen, weiter ...
Spazierengehen, nicht marschieren.

