Dienstag, 18. Januar 2022

Wot I learned from "Diplo"


Habe neulich schweren Herzens "Le Monde diplomatique" abbestellt, denn im Hinblick auf meine Zukunftspläne ist es derzeit angesagt, meine fixen Kosten zu reduzieren. Ich mag die Zeitung nach wie vor und empfehle sie uneingeschränkt. Alleine, weil man allen Artikeln Quellenangaben beigibt. Die Inhalte sind journalistisch hochprofessionell, durchweg interessant, von globaler Relevanz, kritisch und klug. 

Aber.

Wenn man die "Diplo" ein paar Jahre lang aufmerksam gelesen hat, hat man auch erkannt, dass die Welt in ihren verschiedenen Ecken immer wieder nach ganz bestimmten Prinzipien tickt. West-Europa ist reich, verwöhnt und egoistisch und lässt sich von Konzernen beherrschen. Nord-Amerika ist reich, machtgeil und egoistisch und lässt sich von Konzernen beherrschen. Süd-Amerika ist arm und lässt sich von machtgeilen Narco- und Geld-Clans beherrschen. China ist machtgeil, will auf Biegen und Brechen reich werden und lässt sich von der KPCh beherrschen. Russland will nicht noch ärmer und machtloser werden und lässt sich von Putin beherrschen. Indien ist arm und lässt sich von machtgeilen Polit-Clans beherrschen. Afrika ist arm und zersplittert und die herrschenden Clans ausverkaufen seine Seele an China und westliche Konzerne.

Dazwischen krebsen ein paar Micker-Staaten, die sich nicht entscheiden können, von welchem Block sie sich zermalmen lassen wollen, und dann gibt es noch den sogenannten Nahen Osten, wo alle egoistisch sind und wo kein Mensch mehr durchblickt, insbesondere seine Einwohner*innen nicht.

Korruption in allen ihren Varianten ist Antrieb und Schmiermittel, allüberall, sie steht am Anfang und am Ende jeder überindividuellen gesellschaftlichen Kausalität.

Weckt mich, wenn sich etwas zum Besseren verändert.




(stark verändert via wiki commons)
All I need to know about life I learned from Star Trek.





  



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