Montag, 19. Januar 2026

Besser Ende als erbärmlich.

 

Es hat keinen Zweck mehr. Dieser Blog lebte von der Hoffnung, man müsse den Menschen nur den Schrecken, das Entsetzliche, Gefährliche und Menschenverachtende der aktuellen Lage mit klugen Gleichnissen, mit eleganten oder kantigen Argumenten vor Augen führen, dann würden sie, endlich aufgeklärt, unverzüglich die Geschichte zum Guten drehen, zur Solidarität, Empathie und zum Erhalt einer menschenlebenswerten Umwelt etc. etc.

Drauf geschissen!

Die total enthemmte Profitgier hat Vernunft und Empathie längst restlos plattgemacht. Nur die Superreichen sind untereinander solidarisch. Die Armen sind es nicht, dafür bekommen sie gerade eben so viel Brot und Spiele, dass sie sediert sind, sich nicht solidarisieren und nicht revoltieren. 

Brutalerweise ist diese Situation allen Beteiligten voll bewusst.¹

In so einer Situation kann man keine gesellschaftskritischen Texte mehr schreiben, man machte sich zur tragischen Witzfigur. Wie erbärmlich wär's, Applaus für kunstvoll verpackte Gesellschaftskritik, für messerscharfe Analysen und geniale Kontextualisierungen zu ernten, wohl wissend, dass diese Kritik nur geduldet wird, da sie definitiv ÜBERHAUPT NICHTS verändern wird.

Berühmtere und tausendmal bessere Leute als ich² haben ob dieser Erkenntnis das Handtuch geworfen. 

Ich tu's jetzt auch.


Auf der Flucht nach Gan Wandorra

1.138 Texte
in 13 Jahren
mit ⌀ 40 Lesys / Tag


¹ Natürlich gibt es immer ein paar richtig Dumme, die es wirklich nicht verstehen, aber der Anteil ist zu vernachlässigen. Wesentlich höher dürfte die Zahl jener sein, die sich dumm stellen, um ihr Verhalten nicht ändern zu müssen.

² z.B. Schramm, Pispers, die ich sehr bewundere




Mittwoch, 14. Januar 2026

Tschösss, Winter!

 

BÄÄMMM! Nimm dies, Shyce-Winter:



Und dies! Und dies! Und dies!

Du bist am Arsch, Winter, aber sowas von!!!




Dienstag, 13. Januar 2026

Analyse des Horrors

 

Aus gegebenem Anlass präzisiere ich nochmals die Gründe für mein Entsetzen über die laufenden politischen Entwicklungen:

Ich bin NICHT entsetzt darüber, dass Trump ein Psychopathen-Arschloch ist. Davon gibt es viele, wir würden ja nie fertig werden mit dem Entsetzt-Sein.

Ich bin NICHT entsetzt darüber, dass Trump sein Psychopathen-Arschloch-Sein umsetzt. Es war von Anfang an klar, was er beabsichtigt, und jetzt so zu tun als sei man verblüfft, ist entweder Ausdruck immenser Blödheit oder ekelerregender Heuchelei.

Ich bin allerdings entsetzt darüber, wie die Welt wieder einmal reagiert, besser: nicht reagiert. Das Psychopathen-Arschloch bedroht einen NATO-Staat. Reaktion? "Hm, reden wir drüber... Jaja, Grönland ist gefährdet, ganz unrecht hat er nicht ... hm ..." Oder Venezuela: "Die Lage ist komplex..." Ja, wenn man ein prinzipienloser Opportunist ist, dann ist es komplex. Für normale Menschen ist der Fall klar. Für die Konzerne übrigens auch: Konzerne kennen kein Europa und keine Loyalität. Wenn Trump Grönland überfällt, dann fragen sie nach dem für sie möglichen Profit, nicht nach Ethik.

Politikys und Konzerne sind ausnahmslos - und mittlerweile: per definitionem - der Abschaum der Menschheit: Maximal korrupt, maximal egoistisch, nur noch Ratten in der Bildsäule. Der Rest der Menschheit ist mehrheitlich auch nur noch Abschaum, obendrein zu doof und zu feige, um als Politiky oder Konzernschranze aufzusteigen. Statt krankhafter Gier nach Geld und / oder Macht sind wir nur hirntot konsumgeil. 

Unter dem Abschaum müsste in der Logik der Metapher allerdings irgendwo Most sein, oder?

Hat da jemand zielführende Hinweise? Ich verliere allmählich meine Hoffnung.


(verändert via wiki commons)
Nur noch Faulgase, ganz bis zum Grund.



 



Mittwoch, 7. Januar 2026

Simple Definition

 

Zivilisation:
Die Starken unterstützen die Schwachen.

Barbarei:
Die Starken berauben die Schwachen.

Ekelhaft:
Mittelmäßige Mitläufer schleimen sich bei den Stärkeren ein
und bereichern sich auf Kosten der Schwächeren.



Beispielphoto - stark verändert via mdr



 

Sonntag, 4. Januar 2026

Live-Bericht unserer Fahrt zur Hölle

 

Nun denn: Ich habe gerade zwei Ansätze zu Versuchen (frz.: essayer) über aktuelle Politik und unsere Verantwortung gemacht, als mir auffiel: Es bringt ja doch nichts. Es verändert sich nichts. Auch Venezuela wird nichts verändern, außer zum Noch-Schlechteren.

Versprich den Leuten, sie dürften weiter SUV-Verbrenner kaufen, Fleisch fressen, Kreuzfahrten und Türkei-Urlaube machen, sag ihnen es gäbe gar kein Klima, schon das sei gelogen, und wenn ein Mann gelegentlich mal seine oder irgendeine andere Frau oder rotzfreche Gören verprügelt, sei das ein ganz natürliches Verhalten. Und was die alten Nazis gemacht haben und was die neuen Nazis machen werden, sei ja nicht Alles schlecht, viel besser jedenfalls als dieser links-grün-woke-versiffte Kackshyce.

Dagegen kommen wir nicht an. Wir, die progressiven, empathischen, solidarischen, vernunftgesteuerten Menschen, haben den Kampf verloren. 


(Still aus dem Film "1984", verändert.)